13.10.2017

TuS Barskamp: „Es fehlt oft die Justierung der eigenen Schluppen!“

TuS Barskamp – TuS Hohnstorf (Samstag, 18:00)

Maurice Steinkamp ist ein echter Rückhalt des TuS Barskamp - auch gegen Hohnstorf?

Der TuS Barskamp feierte seinen ersten Sieg, steht trotzdem unten im Keller der Kreisliga. Ist der Schwung der vergangenen Jahre etwas dahin? Schon in der Vorsaison kämpfte der Klub gegen den Abstieg – hat auch der Trainerwechsel zu Jens Kaske nicht den erhofften Effekt? Oder ist jetzt endlich der Knoten geplatzt und es geht steil bergauf? Welche Ziele verfolgt der Klub überhaupt – und was wird gegen den TuS Hohnstorf gehen? Viele Fragen, denen sich Martin Einert stellte.

Martin, endlich der 1. Sieg - wie hast du das Spiel gesehen?
Nach einem netten Geschenk des Gastgebers in der 1. Minute haben die Jungs eine leidenschaftliche Partie auf den Rasen gelegt. Die starke offensive des LSV wurde gut bearbeitet und man sah förmlich, wie diese mehr und mehr die Lust verlor. Natürlich blieb es bis zum Ende spannend, was aber von den Chancen her eigentlich nicht hätte sein müssen. Für mich ein verdienter Sieg und eine mannschaftlich geschlossene Leistung.
 
Ist der berühmte Knoten nun geplatzt?
Klar hofft man das, aber man muss aus verschiedenen Gründen einfach von Spiel zu Spiel denken. Mühsam wird sich das Eichhörnchen ernähren müssen in dieser Serie.
 
Warum tut sich das Team dieses Jahr wieder so schwer?
Das Team tut sich nicht unbedingt schwer, aber wir lassen einfach zu viele Kirschen liegen. Die Leistungen waren überwiegend positiv, aber wenn man die Hütten nicht macht, kommt man eben nur sehr spärlich vom Fleck. Unter normalen Umständen hätten wir schon das eine oder andere Pünktchen mehr auf dem Konto haben müssen, aber was ist schon normal heutzutage…

Fehlen derzeit die Alternativen, um zielgerecht reagieren zu können?
Jede Woche fehlt mal der eine oder andere Spieler aus verschiedenen Gründen, aber das Gerüst steht schon. Und das merken auch die Zuschauer. Die Coaches hätten bestimmt gerne mehr Alternativen zu den Spielen oder würden einige Gesichter gerne öfter sehen unter der Woche, aber im Zweifel macht man aus der Not halt mal eine Tugend.

Wie weit seid ihr von den eigenen Zielen entfernt?
Natürlich möchte man gerne in der oberen Tabellenhälfte mitkegeln, aber das es ein schweres Jahr werden könnte, war vielen doch durchaus bewusst.
 
Fehlt zu oft der letzte Pass, um erfolgreicher zu sein?
Es fehlt nicht immer der letzte Pass, sondern oft die Justierung der eigenen Schluppen. Oder es wird einfach zu viel nachgedacht vor der gegnerischen Kiste.
 
Oder ist es auch eine Frage der Einstellung zum Fußball allgemein?

Die Einstellung zu einem Mannschaftssport kann jeder für sich selbst abschätzen, dazu sind alle erwachsen genug.
 
Nach den vielen erfolgreichen Jahren - ist etwas grauer Alltag beim TuS eingekehrt?

Nein, wir arbeiten einfach beständig weiter an unserem Projekt, und dass es nach vielen Hochs auf mal eine Art Zwischentief gibt, gehört in jedem Verein dazu.
 
Wie siehst du die Stärke der Liga im Vergleich zur Vorsaison?

Die Liga ist absolut stärker geworden.
 
Nun Hohnstorf - was kommt da auf euch zu?
Mit dem TuS Hohnstorf kommt ein quicklebendiger Aufsteiger auf uns zu, der mittlerweile in der Liga angekommen ist und uns das Leben sehr schwer machen wird. Unter Flutlicht am Samstagabend ist ein Heimsieg eine durchaus entspannte Sache und würde natürlich etwas Luft geben.
 
Gibt es Langzeitverletzte oder Gesperrte, die auf keinen Fall dabei sind?

Marvin Jasker ist gerade in der Knie – Reha und wird noch einige Zeit fehlen, Daniel Iwan fällt leider auch schon länger aus. Michel Harnisch trägt noch ein nett buntes Stollenmuster vom LSV auf dem Schienbein und wird nicht dabei sein können. Der Einsatz von Mario Iwan wackelt, dafür sind Marc Fabel und Jannik Meyer wieder an Bord. Gesperrt ist niemand.
 
Andere Infos rund um Team/Verein?
Auch einen Youngster hat es leider verletzungstechnisch schwerer erwischt: Johann Kretschmer aus der U18 hat sich kürzlich das Kreuzband gerissen, wir wünschen gute Besserung und schnelle Genesung, vor allem: Kopf hoch!

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