12.10.2017

TuS Brietlingen: „Wir hatten uns natürlich viel mehr ausgerechnet!“

TuS Brietlingen – SV Ilmenau II (Sonntag, 15:00)

Der TuS Brietlingen hinkt seinen eigenen Zielen weit hinterher.

Der TuS Brietlingen hat sein Gesicht nach dem Abstieg deutlich verändert und verjüngt. Hoffnungsvoll startete man in die neue Liga, wollte von Anfang an ein Zeichen setzen. Aufbruchstimmung war angesagt, doch nun macht sich etwas Ernüchterung breit. Ist das Team doch nicht so stark wie gedacht? Oder fehlt es am nötigen Willen, um weiter oben dabei zu sein? Platz 9 mit 11 Punkten ist sicherlich nicht das, was man sich vorgestellt hat. Nun geht es gegen den SV Ilmenau II – packt das Team die starken Gäste? Wir fragten bei Trainer Björn Richter nach.

Björn, wie ernüchternd ist der bisherige Saisonverlauf für euch?
Wir hatten uns natürlich viel mehr ausgerechnet. Vor allem nach der Vorbereitung, wo wir wieder viel mehr Spieler im Training hatten und es eine gewisse Aufbruchstimmung gab. 
 
Immer wieder tritt Lethargie ein - was ist da los?
Wir sind leider nicht immer mit der nötigen Einstellung auf dem Platz. Natürlich gab es viele neue Spieler und Umstellungen, aber der Großteil ist schon lange dabei und hat schon in der Kreisliga bewiesen, das sie Fußball spielen können.
 
Habt ihr es euch deutlich leichter vorgestellt?
Nein, absolut nicht. Die Verantwortlichen haben von vornherein und immer wieder daran appelliert, die Kreisklasse nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Gegen einen Absteiger kann und will sich jeder andere beweisen. Das ist, als wenn Du Tabellenführer bist und jeder erst einmal wartet was du anstellst. Diesen Anspruch musst Du gerecht werden.

Sind die vielen jungen Spieler einfach noch nicht so weit?
Man muss ihnen Zeit geben. Wenn es läuft, ist natürlich einfacher, aber sie sind mit Einsatz dabei. Die Umstellung vom Kreisklassen-Jugendfußball zum Herrenfußball müssen sie erst einmal einschlagen und dabei muss ihnen geholfen werden.

Wie wenig Selbstvertrauen ist derzeit vorhanden?
Es nagt schon ganz schön, wenn man sieht, wie viele Punkte man liegen gelassen hat. Aber da muss der Anspruch angesetzt werden, um mit Fleiß und harter Arbeit aus dem Tal zu kommen.
 
Wie schwer wird es die gesteckten Ziele zu erreichen?

Da ist immer noch alles möglich. Ein guter Lauf und man ist oben mit drin. Auch andere Vereine werden ihre Phasen haben und dann müssen wir da sein.
 
Sind genügend erfahrene Spieler vorhanden, die führen können?
Ja, daran soll es nicht liegen. Fällt der eine oder andere mal aus, müssen andere das übernehmen.
 
Spürst du als Trainer, dass dir schnell die Hände gebunden sind, es schwer ist seine Vorstellungen umzusetzen?
Für mich ist es absolut eine Umstellung, dass einige Dinge nicht als selbstverständlich anzusehen sind. Dadurch, dass man selbst höher gespielt hat, sieht man viele Dinge die normal für mich erscheinen, für viele aber neu sind.

Oder ist es auch eine Frage der Einstellung zum Fußball allgemein?
 Die Einstellung und Lust was dazu lernen zu wollen ist weitestgehend zu erkennen. Leider passiert es da nur allzu schnell, dass man wieder in alte Muster verfällt während des Trainings oder des Spiels, da müssen einfach mehr Automatismen rein wie z.B. Bewegung, auch wenn ich nicht in Ballnähe bin.

Nun der SV Ilmenau II - was kommt da auf euch zu?
Da Ilmenau ebenfalls den Weg aus der Kreisliga mit uns gehen musste, wird es ein sehr enges Spiel. Da werden Kleinigkeiten entscheidend sein, um am Ende als Sieger vom Platz gehen zu können.

Gibt es Langzeitverletzte oder Gesperrte, die auf keinen Fall dabei sind?
Niklas Willhelms fällt weiterhin aus.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema