23.10.2014

1. Kreisklasse: Der Auf- und Abstiegskampf spitzt sich zu - die Vorberichte auf 1 Blick

TSV Gellersen II – SV Göhrde (Freitag, 19:30)

Der TSV Gellersen II fordert den SV Göhrde.

Der TSV Gellersen II gewann das kleine Derby in Reppenstedt, Trainer Thore Lohmann war zufrieden: „Der 3:2-Sieg beim TuS Reppenstedt 2 war meiner Meinung nach schon verdient. Er ist letztlich aber sehr glücklich zustande gekommen, da der entscheidende Treffer erst per Strafstoß in der Nachspielzeit fiel. Gerade in der zweiten Halbzeit habe wir das Spiel gemacht, der TuS hingegen lauerte überwiegend auf Konter. Aufgrund der größeren Spielanteile ging der Sieg in Ordnung.“

Wie stabil ist das Team derzeit? „Wir haben zwar drei Spiele in Folge gewonnen, trotzdem war unsere Abwehrleistung nicht immer so wie gewünscht. Viele unserer Jungs haben große Leistungsschwankungen, die individuellen Fehler, von denen ich seit Wochen spreche, tragen nicht unbedingt zu einem stabilen Spiel bei. Aber was soll´s? Wir spielen ja auch nur 1. Kreisklasse…“
Der TSV steht mit 20 Punkten auf dem 7. Platz, die Spitzenteams sind weit weg – wie groß ist die goldene Ananas, um die das Team spielt? „Die beiden Aufstiegsplätze werden meiner Meinung nach zwischen Heidetal, Barnstedt und Göhrde ausgespielt. Für alle anderen Teams geht es nur noch um den Titel "Best of the Rest". Aber das haben wir uns letztlich selbst zuzuschreiben.“
Einer der derzeitigen Topteams kommt am Freitag – was ist für den TSV drin? „Dass der SV Göhrde den direkten Durchmarsch macht, das ist für mich ehrlich gesagt überraschend. Aber das Team hat sich wohl gut verstärkt und versteht es, die Aufstiegseuphorie mitzunehmen - das hat man in den letzten Jahren auch schon ganz anders gesehen. Jetzt hat der SVG im Verfolgerduell gegen Barnstedt einen ersten Dämpfer bekommen. Wir sind auf die Reaktion gespannt.“
Ein 0:0 gibt es eher nicht, oder? „Ich wäre jedenfalls damit zufrieden. Leider stehen uns mit Twesten (Schulterverletzung, Ausfall bis Rückrunde), Struwe, Notzke (Trainingsrückstand) und Schröder (pausiert wegen Job und Familie) gegen Göhrde gleich vier unserer fünf besten Torschützen nicht zur Verfügung. Daher ist von unserer Seite mit keinem Angriffsfeuerwerk zu rechnen.“

Vastorfer SK II – TuS Reppenstedt II (Samstag, 12:30)

Der VSK setzte sich in Adendorf durch, Trainer Leszek Siergiej weiß, es hätte auch anders laufen können: „Ich habe das Spiel genauso gesehen wie Adendorfs Trainer Trainer Ulrik Giesler! Durch Stellungsfehler und Unordnung in der Defensive, gerade am Anfang und am Ende der Partie, war unser Sieg schon glücklich! Auch wenn beide Teams an dem Tag die Zuschauer nicht grade begeistert haben, gekämpft haben sie trotzdem – und für beide ging auch um viel. Auch wenn wir uns über die drei Punkte sehr gefreut haben, tat mir wiederum die Adendorfer Mannschaft leid, denn sie haben bis zu letzte Minute gekämpft und hätten sich den Punkt mehr als verdient! Fribus mit seinen zwei Kopfballtoren und einer klasse Vorlage auf Engin Yardimci, der das Leder unhaltbar unter die Latte hämmerte, waren unsere Erfolgsgaranten:“
Siergiej freut sich derzeit über die Alternativen, die sein Kader ihm bieten: „Mit Konstantin Dollinger, Robert Fribus und Dennis Marchewka habe ich Spieler der ersten Herren dabei, die sich nach ihre langen Verletzungen nicht nur Spielpraxis in der Zweiten holen, sondern die voll dabei sind. Ich bin sicher, dass es nur von kurzer Dauer sein wird, dann landen sie wieder in der Ersten, wo sie auch hingehören. Aber ich freue mich sehr über ihre Einstellung und Engagement für die zweite Herren, den sie geben uns Stabilität.“
Wie viele Punkte braucht man, um drin zu bleiben? „Meine Jungs sind gut genug, ich verschwende nicht einmal einen Gedanken an den Abstieg!“
Was geht gegen die TuS-Reserve? „Nach der Niederlage gegen Gellersen und dem kurzen Kommentar von Reppenstedts Trainer Nils Ohmsen, war da schon wohl eine Menge Wut im Bauch. Auch wenn sie ein Spiel weniger haben, wissen sie genau, dass man langsam punkten muss, um nicht den Anschluss zu verlieren! Die haben uns letzte Saison so viele Treffer eingeschenkt, dass es für die nächsten drei Jahre reicht! Aber dieses Mal wird es nicht so einfach sein, denn die drei Punkte wollen wir in Vastorf behalten.“
Kader: „Derzeit habe ich ein Luxusproblem, denn zu den Spielern aus der 1. Herren kommen Abel, Selek, Steeb und Yardimci Hakan wieder dazu. Mit Tobias Pieper (ehemalig VfL Lüneburg) haben wir einen neuen Spieler, der sich sehr gut im Training Präsentiert hat. Der Kader umfasst über 20 Mann! Respekt an die, die nicht zum Einsatz kommen und trotzdem voll dabei sind, denn sie wissen, dass auch ihre Chance kommen wird!“

TuS Barendorf II – TSV Adendorf (Sonntag, 12:00)

Der TuS verlor bei Dynamo Lüneburg in der Nachspielzeit, Trainer Sebastian meyer war bedient: „Eine Niederlage unnötig wie ein vegetarisches Gericht im Steakhaus. Wie man gegen diesen Gegner nach 2:0-Führung noch verlieren kann ist, ohne Dynamos Einsatz zu schmäleren, unglaublich.“
Wie instabil ist das Team derzeit? „Instabil ist glaube ich das falsche Wort. Wenn aber im Gegensatz zur letzten Woche 4 Leistungsträger ausfallen, dann fällt das bei uns nun mal auf. Trotzdem wären zwei drei Siege am Stück mal ganz schön.“
Wie viele Punkte wird man brauchen, um drin zu bleiben? „Ich denke, am Ende wird es auf 30-32 Punkte drauf hinauslaufen, das heißt, wir brauchen und wollen 6 Punkte aus den nächsten drei Spielen.“
Was geht im kommenden Match? „Ein Absteiger der sich die Saison wahrscheinlich auch anderes vorgestellt hat als kurz vorm Abstiegsplatz zu stehen. Und da wir ein Heimspiel haben und in der Tabelle vor Adendorf stehen, ist die Marschroute klar und wir wollen natürlich gewinnen. Ein 0:0 halte ich bei uns im Moment für nahezu ausgeschlossen. Wir sind immer für 1-2 Tore gut, leider nicht nur vorne…“
Kader: „Also im Gegensatz zu letzter Woche sind Mark Lindloff, Maxi Pudlo, Flo Thielert wieder da, dafür fehlen Keno Hefter, Benny Kaynig, Alex Cyriax und Bennet Spiller hat sich im letzten Spiel leider verletzt und fällt 3-4 Wochen aus.“
Grund zur Freude gibt es aber so oder so: „Die Mannschaft wünscht Daniel Tomaschko und seiner besseren Hälfte Kati alles Gute zum ersten Kind!“

Dahlenburger SK – STV Artlenburg (Sonntag, 14:00)

Der Dahlenburger SK kam beim MTV Handorf böse unter die Räder, fing sich ganz schnell drei Treffer ein, so dass die Partie schnell entschieden war. Ohne Frage, der DSK und sein Trainer Ingo Romich sind um die Lage des Klubs nicht zu beneiden. Aber immerhin lief es zuletzt in den Heimspielen besser, dort wurde gekämpft und die Mannschaft erspielte sich Chancen. Nur 4 Punkte nach 12 Spielen, dazu 15:51 Tore - alles andere als eine gute Ausgangslage, aber auch die Gäste ließen zuletzt Federn. Der Gast aus Artlenburg steht mit 15 Punkten im Mittelfeld der Tabelle, muss aber auch schnell einige Zähler holen, um sich weiter vom Keller zu entfernen. Der STV verfügt über eine gute Offensive, schaffte schon 26 Treffer, fing sich aber auch 26 Buden ein...

MTV Handorf – MTV Soderstorf (Sonntag, 14:00)

Der MTV Handorf siegte deutlich gegen den Dahlenburger SK, Trainer Tino Schulz lobt die Moral des Teams: „Nach dem Heidetal-Spiel war es für uns wichtig eine Reaktion zu zeigen. Das ist uns gelungen und daher bin ich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Die Schwankungen aus den ersten Spieltagen haben sich gelegt.“
Geht nach ganz oben noch etwas: „Durch Siege und Tore bekommst du Selbstvertrauen, dann klappen auch unmögliche Sachen. Trotzdem planen und trainieren wir von Spiel zu Spiel. Es gibt auch keinen Anlass sich auszuruhen. Wir haben vier Niederlagen und zu viele Gegentreffer kassiert, also liegt genug Arbeit vor uns. Unser Ziel ist es bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen.
Dann werten wir die Hinserie aus und bereiten uns auf die Rückserie vor.“
Was geht im nächsten Duell? „Jetzt kommt erst einmal Soderstorf, die nach dem Abstieg sich auch neu ausrichten. Was möglich ist, haben sie gegen Heidetal gezeigt. Die knappe Niederlage wird den Jungs Auftrieb geben und wir müssen höllisch aufpassen. Wir freuen uns auf das Spiel. Mal gucken, was die Uhrzeitveränderung bei jedem bewirkt. Eine Stunde weniger Schlaf bei wahrscheinlich gleicher Feierzeit! Langweilig waren unsere Spiele ja noch nie und wir wollen unseren Fans erneut eine gute Partie bieten.“
Kader: „Da unsere 2. Herren vor uns spielt, ist der Kader erneut gut bestückt.“

FC Heidetal – FC Dynamo Lüneburg (Sonntag, 14:00)

Der FC Heidetal setzte sich beim MTV Soderstorf durch, Trainer Peter Hofmann sah eine packende Partie auf schwierigem Geläuf: „Schade eigentlich, dass der Partie so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Denn das erste Punktspiel in der Geschichte zwischen beiden Vereinen sahen geschätzt fast 350! Zuschauer. Die Voraussetzungen für ein tolles Derby waren gegeben. Nur der Platz hatte schon vom Vorspiel erheblich gelitten. So war Fußball "spielen" kaum möglich. Denn bei einem Pass über fünf Meter sprang der Ball gefühlt fünf Mal hoch. Es war aber ein verdienter Erfolg für uns, denn wir hatten mehr Spielanteile und einige gute Einschussmöglichkeiten. Wir haben nur einfach unsere Chancen nicht genutzt, um die Führung auszubauen. Dazu muss man aber auch sagen, dass der Torwart von Soderstorf stark gehalten hat. Wer den wohl ausgebildet hat?“
Der FC steht 6 Punkte vor dem Zweiten – setzt sich der Klub langsam ab? „Wir versuchen weiter unsere Spiele zu gewinnen, denn die Jungs haben einfach keine Lust zu verlieren. Barskamp ist in der letzten Saison mit 80 Punkten Meister geworden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“
Was geht gegen das Kellerkind aus Lüneburg? „Dynamo hat nun auch den ersten Dreier eingefahren und bestimmt Lust auf mehr. Wir werden uns wie immer konzentriert auf den Gegner vorbereiten, mit der Zielsetzung das Spiel zu gewinnen.“
Von einem torlosen Match geht Hofmann nicht aus: „Ist kaum möglich, denn ein Tor werden wir schon schießen. Ich wünsche mir natürlich, dass wir einfach abgeklärter vor dem Tor werden und auch mal in der Lage sind, über den " tödlichen" Pass zum Torabschluss zu kommen.“
Kader: „Bis auf unsere Langzeitverletzten, hat uns nun auch die erste Grippewelle erreicht und einige Blessuren vom letzten Wochenende müssen auch noch verheilen. So wird sich erst am Samstag entscheiden, wer für uns auf Punktejagt geht.“
Was gibt es noch zu sagen? „Wir möchten uns noch einmal für die lautstarke und zahlreiche Unterstützung unserer Fans beim Derby bedanken. Das hat super Spaß gemacht!“

SV Barnstedt – SV Scharnebeck II (Sonntag, 14:00)

Siehe Extra-Interview auf der Startseite von luenesport.de (bitte anklicken).

TuS Hohnstorf – ESV Lüneburg (Sonntag, 14:00)

Der TuS Hohnstorf siegte zwar bei der SV Scharnebeck II mit 2:1, Andreas Köhlbrandt hatte trotzdem nur wenig Freude an der Partie: „Dieses Spiel möchte ich schnell vergessen. Drei Punkte durch zwei Standards (Freistöße von Raik Meyer direkt verwandelt). Ansonsten habe ich das normale "Not gegen Elend" Spiel gesehen. Den Schiedsrichter kannte ich bis dahin nicht, muss aber sagen, dass der eine super Leistung abgelegt hat.“
Wie stabil ist das Team derzeit? „Leider nicht so stabil, wie wir uns das alle wünschen. Die Mannschaft hat, wie der Trainer öfter sagt, zwei Gesichter. Das eine gefällt mir super gut.
Problematisch ist, dass einige junge Spieler durch ihre Ausbildung nicht immer dabei sind. Dieses hin und her trägt nicht gerade zur Stabilität bei. Hinzu kommt, dass einige Spieler unserer 2. Herren, die aus Schnakenbeck gekommen sind, in der Winterpause zurückwechseln wollen. Leider konnten sie auch Raik Meyer bewegen, seine Mannschaft zu verlassen. Das lastet sicherlich auf den Schultern der Spieler, denn Raik ist ein guter Kamerad und Spieler in unserer 1. Herren.“
Zwar steht der TuS im vorderen Mittelfeld, der Abstand nach oben ist jedoch schon riesig – wie groß ist die goldene Ananas, um die der TuS noch spielt? „Manchmal ist die Ananas etwas zu groß und manchmal schmeckt sie ungemein. Aber im Ernst, wie es am Ende aussieht, kann heute keiner sagen. Ich habe schon Pferde direkt vor der Apotheke kotzen sehen!“
Am Sonntag erwartet Köhlbrandt eine spannende Partie: „Der ESV Lüneburg hat gegen Artlenburg gezeigt, dass sie weiter nach oben wollen und vor allem können. Sie stehen in der Tabelle mit uns auf Augenhöhe. Daher glaube ich, dass wir am Sonntag ein genau so gutes Spiel sehen wie gegen Göhrde, hoffe aber auch, dass unsere Mannschaft dieses Mal das eine Gesicht zeigt. Seit langen können die Spieler mal wieder auf ihren Lieblingsplatz spielen. Das sollte den nötigen Motivationsschub geben. Ein 0:0 wird es sicherlich nicht geben, denn beide Mannschaften sind beim Schießen von Tor geübt und beide Mannschaften lassen gerne mal ein zwei Tore zu.“
Kader: „René Sperber und Jan Humpke immer noch langzeitverletzt. Peer Friedrich fehlt mit Verdacht auf Bänderriss am Sprunggelenk.“

Kommentieren

Vermarktung: