30.10.2014

2. Kreisklasse: 6 Spiele stehen auf dem Zettel - die Vorberichte auf 1 Blick

TSV Bardowick II – SC Lüneburg (Samstag, 18:00)

Drei Spieler des TSV Bardowick, die dem SC Lüneburg Paroli bieten wollen.

Der TSV hatte spielfrei, für Trainer Alexander Born kein Nachteil für sein Team: „Die Woche Pause hat uns ganz gut getan, wir haben konzentriert gearbeitet und konnten die ein oder andere Blessur auskurieren. Von daher war diese Pause nicht schädlich. Schade ist nur, dass wir kampflos unseren Tabellenplatz hergeben mussten.“Vorbericht folgt.

Der TSV hat sich gefangen, spielt bisher eine gute Serie. Was läuft deutlich anders im Vergleich zum Saisonstart? „Wir sind wesentlich gefestigter, haben einen guten Teamspirit. Wir arbeiten immer wieder an unserem System und an unserer Philosophie. Die Abläufe werden selbstverständlicher.“
Auch von der eigenen Offensive ist der Coach überzeugt: „Unsere Offensive wird immer treffsicherer. Allerdings gibt es keinen Toptorjäger im eigentlichen Sinne. Unsere Torschützen verteilen sich auf mehrere Spieler, dass schätze ich als eine gute Qualität ein.“
Trotzdem hängen die weltberühmten Trauben am Samstag hoch: „Der SC Lüneburg ist natürlich der absolute Favorit. Bester Sturm, beste Abwehr. Wir wollen den SC so lange wie möglich ärgern. Die Punkte müssen gegen andere Gegner geholt werden.“
Born nimmt am Ende der Saison seinen Hut, wie ist das Team damit umgegangen? „Die Mannschaft ist professionell damit umgegangen. Die große Reaktion gab es jetzt auch nicht, wir haben ja noch ein bisschen Zeit miteinander. Wir wollen uns auf die Saison konzentrieren.“
Kader: „Personell entscheidet sich erst am Freitag, wer wie fit ist. Wir sind immer noch auf der Suche nach einem Keeper zur Winterpause.“

ESV Lüneburg II – VfB Goseburg (Sonntag, 10:00)

Der ESV II verlor zwar beim SC Lüneburg 0:1, zeigte aber eine starke Leistung, Tim Porth war begeistert: „Vermutlich hat der ein oder andere gedacht, dass wir gegen die Tabellenführer vom Feinsten vorgeführt und zur Schießbude des Spieltags werden. Auch ich hatte dahingehend meine Befürchtungen. Oftmals lassen wir uns nach ein oder zwei Gegentoren hängen und kassieren weitere Gegentreffer. Das ist bei diesem Spiel nicht passiert. Wir wollten als einheitliche und kämpferische Mannschaft auftreten, natürlich extrem defensiv stehen, um die Gegner so ein bisschen zu ärgern. Das ist uns gelungen, denn nur ein Tor ist in den 90 Minuten gefallen. Das war eine wirklich gute Leistung, die Spieler können stolz auf sich sein, die "Großen" so ein wenig geärgert zu haben.“
Was ist wichtiger: 3 Punkte oder so ein Auftreten, wie ihr es gezeigt wurde? „Wir wollen immer drei Punkte, das ist doch Ziel einer jeden Mannschaft. Mit dieser Maßgabe geht das Team auch in jedes Spiel. Gegen den SC Lüneburg war es natürlich etwas anders. Mit einem Punkt bzw. einer knappen Niederlage haben sich selbstverständlich alle zufrieden gegeben. Folglich zählte bei diesem Spiel eher das Auftreten der Mannschaft.“
Wie viele Spieler konnten Montag ohne Schmerzen laufen? „Wer ohne Schmerzen am Montag auf der Arbeit erscheint, hat definitiv was falsch gemacht. Wir sind privilegiert dafür - auch bedingt durch den Altersschnitt - dass jeder seine Wehwehchen hat, und das sogar vor dem Spiel. Einer unserer Besten zum Beispiel, nennen wir ihn Detlef P., ist eigenen Aussagen zufolge immer nur bei 70 Prozent, gehört aber dennoch oft zu den zweikampfstärksten Spielern in der Mannschaft. Wenn unsere hauseigenen Physios dieses Laufwunder nun auf 100 Prozent bekommen sollten, kann der Gegner einpacken. Vielleicht klappt das ja in naher Zukunft.“
Springt am Sonntag etwas Zählbares heraus? „Goseburg dümpelt wie wir auch in der unteren Hälfte herum. Die letzten beiden Spiele gingen beim VfB verloren, sodass sie sicherlich alles geben werden, um uns drei Punkte abzunehmen. Ich selbst kann zu der Mannschaft nicht viel sagen, da ich sie nicht kenne. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, hoffentlich mit dem besseren Ende für uns. Knüpft die Mannschaft an das vorherige Wochenende an, sehe ich gute Chancen für ein Dreierpack. Wir sind gewillt, wollen da ganz unten endlich mal raus und uns ein bisschen Luft machen. Wenn wir einen guten Tag erwischen und uns kein frühes Gegentor fangen, werden die Punkte hoffentlich an der Kacksenke bleiben.“
Wie schaut es personell aus? „Wie immer dürftig, aber auch diesen Sonntag sollten wir unsere Leute zusammenkriegen.“

SV Wendisch Evern II – SV Karze (Sonntag, 11:00)

Der SVW II verlor beim TSV Gellersen III mit 3:4, Stefan Zimmermann sieht einen einfachen Grund für die Niederlage: „Eigentlich müssen wir gewinnen, machen aber unsere Chancen nicht rein. Hinzu kommt das wir ruhiger sein müssen, und da nehme ich mich nicht aus.“
Warum läuft es nicht wie gewünscht? „An sich läuft es ja, wir machen nur die Dinger nicht! Wir warten nur auf den Moment, dass der Knoten mal richtig platzt und nicht nur leicht gelockert ist. In der Offensive stehen schon gute Buffer, leider ist da im Kopf (bei allen Spielern) wohl eine Blockade, die uns gerade daran hindert die Chancen richtig zu verwerten.“
Wir am Wochenende gejubelt? „Wir haben uns in der letzten Saison schwer mit Karze getan. Wir erwarten ein hartes und kämpferisches Spiel. Aber wir werden siegen, weil wir die Schnauze gestrichen voll haben ständig die Punkte zu verschenken. Langsam reicht es und dann muss man halt noch mal etwas drauflegen und den Kampf nicht annehmen sondern vorleben.“
Kader: „Es sollten alle soweit da sein.“

VfL Bleckede II – TSV Gellersen III (Sonntag, 12:00)

Erst großer Frust, dann viel Freude, weil der VfL in der Goseburg gewonnen hat – wie schwer ist es, den VfL Bleckede 2 zu trainieren? „Es ist nie leicht eine 2 Herren zu trainieren, denn man ist ja als erstes für die Unterstützung der 1 Herren da. Dennoch will man natürlich auch erfolgreich sein und sein Spiel gewinnen“, so Trainer Benjamin Meyer.
Muss man als Trainer nicht auch einfach Abstriche machen? „Leider ja, aber ich bin immer ehrgeizig und will jedes Spiel gewinnen. Umso mehr freut es einen, wenn man dann doch Spiele wie letzte Woche gewinnen kann.“
In der Offensive läuft es noch nicht wie gewünscht: „Die ist leider nicht sehr konstant, wir brauchen viele Chancen um Tore zu erzielen. Daher stelle ich jetzt Verteidiger vorne in den Sturm, hat letzte Woche auch super geklappt. Die beiden haben 3 von 4 Toren gemacht, hierfür nochmal ein großes Lob.“
Folgt am Sonntag der nächste Sieg? „Es wird nicht leicht, denn gegen Gellersen tun wir uns immer sehr schwer. Man weiß ja auch nie wie die Unterstützung der anderen Teams bei ihnen ist. Aber weil wir eine kampfstarke Truppe sind, die nie aufgibt, selbst wenn wir in Rückstand geraten sollten, werden die Punkte bei uns bleiben.“
Kader: „Unsere Langzeitverletzen sind klar, Natusch ist im Urlaub, Klatt und Koch müssen sich nach dem Spiel gegen Goseburg noch ausruhen, da sie schon lange nicht mehr so viel gelaufen sind… Zum Rest könnte ich am Sonntag um 11:55 Uhr mehr sagen.“

Ochtmisser SV II – MTV Handorf II (Sonntag, 12:00)

Der OSV hatte eine Woche Pause – war die eher hinderlich? „Nein, ich habe immer noch zu viele Ausfälle. Von da her war das schon gut. Außerdem helfen wir natürlich gerne, wenn der Gegner Probleme hat. Wer den Anspruch besitzt zu den besten Mannschaften der Liga zu gehören, hat dies auf dem Platz zu entscheiden. Und nicht durch geschenkte Punkte des Gegners. Das sehen auch alle meine Spieler so!“, sagt Trainer Frank Eschen.
Warum wurde die Partie gegen den FC Echem verlegt? „Mein Bundikumpel Andi Münch hat mich angerufen, dass er einfach zu viele Ausfälle hat. Und er kann halt nicht so kompensieren wie wir. Also haben wir gleich zugestimmt, das Spiel zu verlegen.“
Wie schätzt der Coach die eigene Offensive ein? „Auch wenn Norman Glöde immer zu den 5 besten Knipsern der Liga zählt, hat der Bengel noch Luft nach oben. Den werde ich noch quälen. Gegen Wittorf hat er gesehen, wie schön es ist auch im Strafraum mal abzulegen. Dadurch hat Orschulik aufgeholt und lässt das Netz auch immer häufiger zappeln. Ansonsten ist es ja so, dass bei uns jeder trifft. Letzte Saison hat nur ein Spieler nicht getroffen, aber der trifft noch, versprochen. Bei uns ist es also nicht nur die Offensive, sondern das ganze Team, das torgefährlich ist.“
Was geht gegen die MTV-Reserve? „Auch wenn Handorf unter uns steht, nach der Aufgabe des Trainers; wir wünschen Lutz Adler alles Gute, "und bleib bloß dabei!", hast du meistens eine Trotzreaktion der Mannschaft. Denn wenn der Trainer weg ist, und du wieder schlecht spielst, dann lag es nicht am Meister an der Linie, sondern an anderen Faktoren.“
Warum wird es einen Heimsieg geben? „Weil wir aus den Spielen gegen den ESV und Gellersen, vor denen ich immer noch den Hut ziehe, gelernt haben. Und das werden wir zeigen. Hinzu kommt, dass sich meine Verletzten- und Verhindertenliste lichtet.“
Kader: „Der Pass von Sinan Koberg wird wohl gemeißelt; dauert sehr lange, Daniel Jaques, Hüseyin Kaya, Lucas Behne, Jörg Eigenfeld und Robert Lack sind noch angeschlagen. Leicht verletzt sind Dirk Reichelt und Stefan Knittel, und Dominique Meyer muss arbeiten. Hasan Kaya haben wir in die Erste abgeben müssen. Aber wir werden schon noch genug
Spieler haben, die alles geben werden. Sehr erfreut sind wir über die Rückkehr der Dornfeldbrüder Florian und Pfilipp.“

Thomasburger SV – FC Echem (Sonntag, 14:00)

Thomasburg musste sich dem MTV Wittorf geschlagen geben, Jonas Kalauch zeigt sich als fairer Verlierer: „Tja, Glückwunsch an Wittorf, die haben sich den Sieg echt verdient erkämpft. Wir wussten uns eigentlich, was uns erwartet, konnten das allerdings nicht wie geplant umsetzen. Der MTV hat sich auf seinen kleinen Platz natürlich perfekt eingestellt und hat seine schnellen Außen immer in den freien Raum geschickt, was uns das ganze Spiel über große Probleme bereitete. Nach ausgeglichenem Beginn wurde Wittorf immer stärker und näher dran am 1:0, was wir dann allerdings erzielen konnten. Die Gastgeber drehten das Spiel dann bis zur Mitte der zweiten Hälfte. Erst in der Schlussphase konnten wir das Spiel wieder dominieren und drängten den MTV hinten rein und kamen zu einigen Chancen, den Ausgleich schafften wir leider nicht mehr.“
Wie bitter ist es, nach vielen guten Wochen so zu verlieren? „Natürlich sehr, denn es lief ja wirklich rund, vor allem mit den beiden Kantersiegen gegen Gellersen III und Karze. Doch das Spiel in Wittorf zeigt auch, dass jeder zu jeder Zeit in jedem Spiel immer 100 Prozent geben muss, damit wir gewinnen. Wittorf hat es uns ja vorgemacht, die haben Vollgas gegeben. Bei uns war der Akku leider nur bei 70 Prozent - die Trainingsbeteiligung lässt grüßen! Deswegen hoffe ich, dass dieses Spiel der Mannschaft als „Hallo wach“-Ruf dienen wird.“
Muss man sich eingestehen, dass es für die 1. Kreisklasse so nicht reichen würde? „Mit der Leistung vom letzten Sonntag wird es nicht reichen, das ist klar, aber das wird ja hoffentlich nur ein einmaliger Ausrutscher sein. Wir haben in unserer Mannschaft wirklich großes Potential, gegen den SCL und im Pokal wurde es abgerufen, gegen Wittorf leider nicht.“
Kann am Sonntag ein Heimsieg bejubelt werden? „Echem hat am letzten Wochenende nicht gespielt, daher waren auch einige OSV II-Spieler bei unserem Spiel zu Gast. Insgesamt spielt der FCE aber konstanter und erfolgreicher als in der letzten Saison. Wir erwarten einen ähnlichen Gegner wie Wittorf, was Einsatzwillen und Kampfgeist angeht. Einerseits wird natürlich jetzt eine Reaktion von der Mannschaft erwartet (kämpferisch und spielerisch), die auch kommen wird, da bin ich mir total sicher. Auf der anderen Seite haben wir ein Heimspiel, da sehen wir immer noch etwas besser aus als auswärts. Muss wohl an der Waldluft liegen.“
Kader: „Aus dem letzten Spiel haben wir drei Verletzte: Ingo Hoffmann und Kai Stute haben Leiste und fallen aus. Dennis Bohr hat Muskel und ist wie Tobi Bergmann (Schlag auf den Solarplexus) fraglich. Dafür kommt Kapitän Marcus März aus seinem Urlaub wieder.“
Was gibt es noch zu sagen? „Dank unserem Co-Trainer Uwe Karstens haben wir zwei neue Spielbälle. Außerdem hat uns R & S Galabau noch neue Trainingsbälle gesponsert. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an beide! Für die Rückrunde sind wir außerdem noch auf einem guten Weg, uns weiter zu verstärken – mit Spielern, Bälle haben wir ja jetzt genug…“

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