31.01.2019

Frauen der Eintracht Elbmarsch siegen beim eigenen Turnier

(Flindt). Elf Jahre hat es gedauert, bis die Frauen der Eintracht Elbmarsch ihr eigenes Hallenturnier für sich entscheiden konnten. Dies lag allerdings zumeist nicht an den Leistungen der Grünen, sondern am seit Jahren hochklassigen Teilnehmerfeld des Tillmann Cups. Und auch 2019 standen sich Schwergewichte, wie der FC St. Pauli (Regionalliga Nord), SV Eintracht Lüneburg (Oberliga NS), FC Bergedorf 85 (Oberliga Hamburg) oder die U23 des KSV Holstein Kiel (Oberliga SH) auf der Platte der ERS Halle in Marschacht gegenüber. Aber auch alle anderen Teams, zeigten erneut, wie spannend und manchmal überraschend Hallenfußball sein kann. So trumpfte auch die als krasser Außenseiter ins Rennen gegangene, zweite Mannschaft der Eintracht Elbmarsch auf und scheiterte erst im Viertelfinal am FC Bergedorf 85.

Die Erste tat sich im Gegensatz dazu schwer und kam nur als bester Gruppendritter überhaupt in die KO-Phase des Turniers. Hier wartete mit dem FC St. Pauli dann eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Doch in diesem Spiel zeigten die Mädels dann ein ganz anderes Gesicht. Einsatzfreude, Spielfreude und eine überragende Wiebke Knippelberg zwischen den Pfosten, brachten den Favoriten ins Wanken, der plötzlich nicht nur gegen ein starkes Landesligateam sondern auch gegen die Wucht einer euphorisierten Halle anspielen musste. Leonie Hildebrandt brachte die Grünen dann auch in Führung, doch Ann-Sophie Greifenberg konnte für die „Girls in Brown“, mit einem Geniestreich, noch ausgleichen, so dass es ins Neunmeterschießen ging. Hier hatte die Eintracht dann die besseren Nerven und konnte das Match schließlich mit 4-2 für sich entscheiden. Im Halbfinale wartete dann die SV Eintracht Lüneburg, die den Hausherrinnen im Auftaktspiel bereits eine 0-3 Niederlage bescherten und auch in diesem Match die etwas bessere Mannschaft waren. Letztlich blieb es aber bei einem 0-0 und der Shotout musste erneut entscheiden. Wieder behielten alle Elbmarscher Schützinnen die Nerven und gewannen mit 3-1.
Mit dem FC Bergedorf 85 wartete nun das dritte Schwergewicht. Aber auch im Finale hielt die Defensive und zum dritten Mal ging es ins Neunmeterschießen. Und zum dritten mal hatte die Eintracht das bessere Ende auf ihrer Seite und siegte erneut mit 3-1. Der Rest war dann nur noch eine grüne Jubeltraube und Freude über den ersten Sieg nach elf Jahren Tillmann Cup in der Elbmarsch.

Fazit: Leider kann man in einem solchen Bericht ja meist nur die eigene Wahrnehmung beschreiben oder schreibt aus der Sicht des eigenen Teams. Dies soll die Leistung und das Auftreten der anderen Teams aber in keinster Weise schmälern. Es waren wieder sechs Stunden hervorragender Frauenfußball, mit toller Show, einer zeitweise überragender Stimmung und einem wie immer friedlichen Miteinanders, die dieses Turnier zu etwas ganz besonderen machen. Ob die Pauli Fanclubs, die Tresenkräfte, die Spielerinnen oder einfach der Nachbar, der auf seinem Nachmittagsspaziergang in der Halle vorbeischaut. Alle tragen ihren Teil dazu bei und sorgen für eine tolle Atmosphäre bei diesem Turnier. Danke dafür und bis zum nächsten Jahr.

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