12.06.2018

NVF-Kreis Heide-Wendland: Es hätte alles harmonisch laufen können...

Bildunterschrift siehe Artikelende. Foto: mip

Beim neuen NVF-Kreis Heide-Wendland kommt es auf der Ziellinie noch zu Unruhe. Anfang Juni stellte der Sprecher der Lenkungsgruppe, Christian Röhling, der Presse die vergangenen Arbeiten vor und präsentierte den zukünftigen Vorstand des neuen NFV-Kreises Heide-Wendland. Auf der Besetzungsliste Liste der 14 zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten fehlte jedoch der amtierende Kreisvorsitzende aus Uelzen Gerd Lüdtke. So ging es bei der Infoveranstaltung nur noch um ein Thema: Warum wurde der Uelzener „Kapitän“ ausgebootet?

Seit Januar 2016 tagte der Lenkungsausschuss, bestehend aus den drei Kreisvorsitzenden mit ihren Stellvertretern regelmäßig und bildete nach und nach auch die Führungsspitze des neuen NFV-Kreises Heide-Wendland. Aus Altersgründen sollte der 73-jährige jetzige Chef aus Uelzen, Gerd Lüdtke, nicht mehr im neuen Vorstand des größten Kreisverbandes im Bezirk Lüneburg tätig sein. Aus den anfänglichen Bitten des Groß Hesebecker, wurden nun massive Forderungen.
Bei den Fusionsgesprächen sollte es eigentlich ruhig und harmonisch zugehen. So wurden von Anfang an zwei neutrale Moderatoren integriert, damit gar nicht erst der Gedanke aufkommen könnte, dass sich die „bösen“ Lüneburger alles unter den Nagel reißen. Schnell waren sich alle einig, dass der Vorsitz an Christian Röhling geht. Karl-Hermann Ahlers (Kreisvorsitzender Lüchow-Dannenberg) hat von sich aus schon seinen Posten als Stellvertreter einem Jüngerem, Thomas Behnken, zur Verfügung gestellt und übernimmt nun das Amt des Ehrenamtsbeauftragten. Nur Gerd Lüdtke beharrte auf seinen ihm seiner Meinung nachzustehenden stellvertreten Vorsitz und hat das auch schriftlich erklärt. Mit der Verwaltung des Schiedsrichterpools, in dem mehr als 100.000 Euro bewegt werden, gibt er sich nicht zufrieden. „Das Vertrauen habe ich, aber nicht das für den Vorstand“, beschwerte sich Lüdtke. „Bei allen Fusionen bekommen die Kreisvorsitzenden mindestens das Amt des stellvertretenden Vorsitzes, nur hier nicht. Ich bin fit, gesund und habe Zeit“, erklärte der seit 43 Jahren im Uelzener Kreisfußball in verschiedenen Funktionen tätige Lüdtke weiter.

„Wir haben uns von Anfang an für Hartmut Jäkel, amtierender Spielausschussvorsitzender in Uelzen, entschieden,“ erklärt Röhling die Situation. „Es ist Zeit für einen Umbruch und einen personellen Schnitt. Es gebe auch „interne Gründe“ das habe ich Gerd auch in einem Vier-Augen-Gespräch erläutert,“ so Röhling weiter.

Somit wird es bei der Gründungsversammlung am 23. Juni in Bad Bevensen zur Kampfabstimmung zwischen Lüdtke und Jäkel kommen, vorausgesetzt es kandidiert kein weiterer. Jäkel äußert Unverständnis, Röhling: „Jeder hat das Recht in einer Demokratie zu kandidieren und sich wählen zu lassen.“ Und Lüdtke ist von sich überzeugt und behauptet, dass 70 % der Uelzener hinter ihm stehen. Nur das reicht nicht. Für die Berufung benötigt er die Zustimmung auch der anderen Kreise. Bei den Wahlen haben die Vereine eine Grundstimme und pro spielender Mannschat eine weitere. Die Uelzener Vereine verfügen über 265 Stimmen von 786.

Ob Gerd Lüdtke auch die Zustimmung der Lüneburger Vereine (355 Stimmen) und die der Lüchow-Dannenberger (148) bekommet, muss abgewartet werden.

Bericht und Fotos: Michael Paul

Bildunterschrift

Mit diesem Vorstand soll der NFV-Kreis Heide-Wendland starten (hinten v.l.) Armin Wagner (UE-Schriftführer), Bernd Burmester (UE-Schatzmeister), Michael Paul (LG-Pressewart), Klaus-Dieter Arndt (LG-Jugend), Peter Hofmann (LG-Qualifizierung), (vorn v.l.) Karl-Hermann Ahlers (DAN-Ehrenamtsbeauftragter), Volker Leddin (UE-Schiedsrichter), Hartmut Jäkel (UE-stellv. Vorsitz), Christian Röhling (LG-Vorsitz), Herbert Franz (DAN-Geschäftsführer) und Thomas Behnken (DAN-stellv. Vorsitz). Nicht auf dem Foto: Thore Lohmann (LG-Spielausschuss), Roland Salge (UE-Frauen u. Mädchen) und Ulrich Brockhöft (LG-Sportgericht).

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