Ehrenamtsdulli: Jetzt eines der letzten Exemplare sichern!

Dem Ehrenamtsdulli geht die Luft aus! Ich habe nur noch 63 Exemplare am Start, dazu 27 Hörbücher. Wer sich oder einem anderen lieben Menschen ein schönes Geschenk machen möchte, der sollte sich schnell ein Exemplar sicher – natürlich zum Sonderpreis!
Das Taschenbuch kostet statt 9,95 Euro nur 7,95 Euro, das Hörbuch 9,95 Euro statt 12, 95 Euro – beide Preise zuzüglich 1,50 Euro Versand bei bis zu 3 Exemplaren

 

Wer ein Buch oder Hörbuch haben möchte: Bitte ein Mail an info@luenesport.de
Wichtig: Name, Vorname und Lieferadresse angeben!

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Was ist der Ehrenamtsdulli?
Das sind 50 Geschichten zum Schmunzeln, Nachdenken und Mitmachen. Dieses Buch und das Hörbuch sind ein bunter Strauß Geschichten, so wie sie in jedem Verein ablaufen. Hauptthemen sind der Jugendfußball und das Traineramt, doch die Geschichten gibt es in jedem Verein und in jeder Funktion. Die 50 Geschichten auf 160 Seiten sollen keine Comedy sein, auch wenn sie Ironie und Sarkasmus „satt“ enthalten.  Dieses Buch und das Hörbuch sollen zum Nachdenken und Mitmachen anregen – und vor allem sollte der Leser oder Zuhörer alles mit einem Augenzwinkern betrachten.


LESEPROBE
Was hast du gegen meinen Sohn?
Ich sitze auf meiner Bierzeltgarnitur-Trainerbank, schaue dem Spiel meiner Mannschaft zu. Es läuft gut, wir führen 4:0, ich brauche kaum etwas zu sagen – herrlich, so ein sonniger Fußballnachmittag! Auf der anderen Seite sitzen zahllose Eltern und weitere Kinder (ja, auch Hunde), feuern ihr Team an. Ach, was für eine schöne Atmosphäre, zu mindestens in unserer Elternecke. Bei den gegnerischen Eltern kippt die Stimmung leicht, einige Eltern sehen die Felle ihrer Lieblinge davon schwimmen. Auch mein ehrenamtlicher Trainerkollege, etwas 55 Jahre jung und ein Routinier in Sachen Jugendarbeit, wirkt etwas hektisch und angespannt. So kenne ich ihn gar nicht, denn Sieg oder Niederlage sind ihm nicht so wichtig, was ist bloß los?
Und da sehe ich den Grund aller Gründe: Ein Vorbildvater hat sich auf der anderen Seite von der Bank erhoben, fuchtelt mit den Armen herum, redet auf die anderen Eltern ein. Ein paar Wortfetzen schallen herüber: „Dem werde ich mal die Meinung sagen ….!“ „So geht es nicht weiter …“ „Das lasse ich mir nicht gefallen …“ Dem nicht genug, nun macht sich der Vater aller Väter auf, kurvt um das eine Tor herum, stiefelt halb über das Feld, baut sich vor dem anderen Trainer auf und lässt seinen Emotionen lauthals freien Lauf:
Vater: „Was hast du eigentlich gegen meinen Sohn Christopher-Cedric (ein sehr beliebter Name bei Trainern und Lehrern)?“
Trainer: „Warum sollte ich etwas gegen ihn haben?
Vater: „Sein Kumpel Kevin (auch ein sehr beliebter Name bei Trainern und Lehrern) hat bisher 30 Minuten gespielt, mein Sohn nur 20 Minuten!“
Trainer: „Hast du die Zeit bei den anderen Spielern auch gestoppt?“
Vater (Blutdruck 240 zu 160, roter Kopf): „Was interessieren mich die anderen Kinder?“
Trainer: „Genau die Antwort habe ich erwartet.“
Vater (Blutdruck immer noch 240 zu 160, roter Kopf): „Was soll das heißen?“
Trainer: „Hör zu: Wir spielen 2-mal 20 Minuten, ich habe 12 Kinder, die alle spielen wollen, da muss jeder mal runter. Und dein Sohn hat sicherlich viel mehr gespielt als andere Kinder.“
Vater: „Das ist ja wohl auch klar, er ist ja auch der beste Spieler in dieser Trümmertruppe!“
Trainer: Keine Antwort.
Vater: „Ich werde mich beim Verein (wer in Gottes Namen ist eigentlich der Verein?) über dich beschweren, da muss sich etwas ändern!“
Trainer: „Das können wir sofort ändern, gern kannst du die Mannschaft als Trainer übernehmen, dich gleich hier hinstellen, ich gehe dann auf die andere Seite.“
Vater: „Für so etwas habe ich keine Zeit, das sollen andere machen. Und außerdem zahle ich ja wohl Vereinsbeitrag.“
Ende.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wer ein Buch oder Hörbuch haben möchte: Bitte ein Mail an info@luenesport.de
Wichtig: Name, Vorname und Lieferadresse angeben!


Und hier ein Interview mit dem Deutschen Fußball Bund
DFB.de: Herr Mai, in 50 kurzen Kapiteln Ihres Buches „Ehrenamtsdulli“ beschreiben Sie die Leiden eines Jugendtrainers. 2000 Exemplare über den Eigenvertrieb sind ganz ordentlich. Wie erklären Sie sich den respektablen Absatz?
Mai: Mein Buch ist eher sarkastisch. Ich kriege oft eine Mail: „Sach‘ mal, du arbeitest ja wohl bei uns im Verein.“ Es ist überall das gleiche Lied. Ein bisschen bin ich zum Sprachrohr und Seelentröster geworden, denn wie mit den Ehrenamtlern umgegangen wird in unserer Gesellschaft ist manchmal eine Frechheit. Und die Leute können mein Buch gemütlich in der Badewanne durchlesen, weil es keine 5.000 Seiten umfasst.


DFB.de: Sie definieren den ‚Ehrenamtsdulli‘ so: „Er ist ein Typ, der immer da ist, alles macht, ein großes Herz hat und keine Forderungen stellt. Einer, den man irgendwie aber nicht ganz ernst nimmt – eben ein lieber Trottel.“ Ist dieser Hang zur Aufopferung nicht auch oft gepaart mit einer Portion Narzissmus und Sucht nach Anerkennung?
Mai: Ich glaube, dass es, vereinfacht gesprochen, zwei Typen von Ehrenämtlern gibt. Den einen, der sich aus Liebe zu seinem Verein einsetzt, vielleicht auch aus Liebe und Erinnerung an die Menschen, die ihn selbst mal trainiert haben. Dieser nostalgische Typ möchte erhalten, was ihm in seiner Kindheit Freude bereitete. Und dann gibt es sicher auch den, der sich über sein Ehrenamt profilieren möchte und auf Schulterklopfen steht, der vielleicht sonst nicht so zum Zuge kommt. Den ersten Typ, ich nenne die mal ‚Gutmenschen‘, davon hat man drei oder vier in jedem Verein, das sind die, die immer alles machen und immer da sind.


DFB.de: Wie erleben Sie die junge Generation im Ehrenamt?
Mai: Das Potenzial ist vorhanden. Unheimlich viele junge Menschen wollen mit Herzblut im Fußball ehrenamtlich tätig sein. Diese Generation ist beruflich oft sehr eingespannt, und auch sonst ist das Drumherum mehr geworden. Außerdem erlebe ich, dass junge Ehrenamtler deutlich mehr angeleitet werden sollten. Vereine sollten darauf achten, erfahrene Frauen und Männer in den Ämtern zu halten. Manche Jugendliche müssen alles bis ins Endlose ausdiskutieren. Entscheidungen zu treffen und wirklich etwas auf die Beine zu stellen, dauert heute etwas länger. Einmal in der Verantwortung, müssen junge Ehrenamtler aber auch machen dürfen. Es nützt nichts, wenn einer permanent daneben steht, und in einer Tour von früher erzählt. Die jungen Ehrenamtler verfügen über wertvolle Fähigkeiten, denken wir nur daran, wie sie etwa Netzwerke aufbauen.


DFB.de: Ist der Fußballverein zu günstig?
Mai: Die Beiträge entsprechen dem Stand von 1970. Wenn ich überlege, was ich für eine Stunde im Fitnessstudio oder in der Musikschule zahle… Jede Nachhilfestunde kostet so viel wie der Monatsbeitrag im Fußballverein. Was nichts kostet, das ist leider in der Bewertung auch nicht viel wert. Diese Unterbezahlung überträgt sich auf die Ehrenamtler im Fußballverein. Ich musste als Jugendtrainer mit Eltern die abstrusesten Diskussionen führen. Nur weil ich da im Trainingsanzug stand, bin ich für die so ein kleiner ‚Ehrenamtsdulli‘ gewesen. Mir fehlte oft der Respekt.


DFB.de: Fußball ist die Volkssportart: Addiert man Wettbewerbs- und Freizeitfußballer, sind es mehr als 14 Millionen, die in Deutschland dem Ball hinterher rennen. Angesichts dieser Beliebtheit, über alle Schichten und kulturellen Unterschiede hinweg, sind da niedrige Beiträge nicht absolut sinnvoll?
Mai: Das sehe ich völlig anders. Noch 2012 verlangte die Hälfte aller reinen Fußballvereine einen monatlichen Beitrag für Kinder von Euro 2,50, für Erwachsene von maximal Euro 6. Und wenn dann ein Verein ankündigt, den Beitrag um auch nur einen Euro zu erhöhen, löst das einen riesigen Aufschrei aus. Jede andere Art der Freizeitgestaltung von Kindern in unserer Gesellschaft ist um ein Vielfaches teurer. Die Beiträge für den Fußballverein sind absolut nicht mehr zeitgemäß. Für mich sah das manchmal so aus, als ob die Eltern ihre Kinder für kleines Geld billig betreuen lassen. Und sobald sie etwas wiedergeben sollten, war bei vielen leider keine Zeit da.


DFB.de: Was läuft noch schief im Nachwuchsfußball?
Mai: Der Tod des Jugendfußballs ist das 9er-Feld. Auf dem Dorf funktioniert das nicht. Du brauchst für ein Spiel mindestens 12 Spieler. Weil aber die Wochenenden prall mit Terminen gefüllt sind, benötigst du mindestens 20 Spieler! Die hat kein Dorf mehr.


DFB.de: In ihrem Buch ‚Ehrenamtsdulli‘ taucht immer wieder der Jugendspieler Christopher-Cedric auf: dessen Oma dreimal im Jahr Geburtstag hat, der nicht ‚Hallo’ sagen kann und schon mal seine sauteuren Schuhe liegen lässt, natürlich nicht nachfragt, aber zum nächsten Training mit einem brandneuen Paar aufkreuzt. Gibt es Christopher-Cedric wirklich?
Mai: Den gibt es in jeder Mannschaft. Aber am schlimmsten sind manche Eltern. Aber auch hier gilt: von 10 Eltern nerven 2, 5 sagen gar nichts und 3 packen immer mit an. Leider rauben einem die 2 Eltern unglaublich viel Zeit und Nerven.


DFB.de: Sie ärgern sich über die völlig maßlosen Ansprüche mancher Eltern an den Jugendtrainer?
Mai: Ich zahle acht Euro und habe Ansprüche für 100 Euro - das ist doch leider bei zu vielen die Haltung. Der Trainer ist für tausend Sachen verantwortlich und rund um die Uhr verfügbar. Sobald der Trainer kritische Worte wählt, überhaupt mal sagt, was bei dem Jungen nicht gut läuft, können die wenigsten damit umgehen. Die Kinder verfügen heute über eine zu große Macht gegenüber dem Trainer und den Eltern. Wenn der Trainer zu meiner Zeit sagte, jetzt ist mal Ruhe, dann war auch Ruhe. Heute führt der Jugendtrainer nach einem noch so harmlosen Anpfiff endlose Telefonate, muss dutzende Whats-App-Einträge und Mails schreiben. Mich hat mal ein Vater nach einem Training vorwurfsvoll gefragt, warum sein Kind denn jetzt so dreckig sei. Was wollen sie darauf noch antworten?


DFB.de: Der nächste DFB-Bundestrag wählt Sie zum Präsidenten. Was ändern Sie?
Mai: Ich würde am liebsten alle Fußballeltern aus ganz Deutschland zusammenrufen, um mal deutlich zu beschreiben, was es heute bedeutet, ein Ehrenamt im Fußball auszuüben. Und alle loben, die mit Herzblut und Liebe alles geben, damit unsere Vereine am Leben bleiben!


Wer ein Buch oder Hörbuch haben möchte: Bitte ein Mail an info@luenesport.de
Wichtig: Name, Vorname und Lieferadresse angeben!