ESV Lüneburg – STV Artlenburg (Sonntag, 15:00)



Interview mit ESV-Torwart Christian Gebhardt
Christian, 4 Punkte auf dem Konto – wie enttäuschend ist das?
Wir hatten damit gerechnet das es eine harte Saison wird, aber so hart wirklich nicht. Letztendlich haben wir die Punkte geholt, dir wir uns verdient haben. Nicht mehr und nicht weniger.

Was läuft bei euch grundsätzlich schief?
Wie in jeder Mannschaft setzen die Spieler ihre Prioritäten und die liegen, auch ein wenig nachvollziehbar, nicht immer auf Fußball. Die Fluktuation innerhalb des Kaders ist immens hoch. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie er sich in die Mannschaft einbringt. Wir haben einen Altersdurchschnitt von weit über 30 Jahren, da sollten manche Dinge einfach selbstredend laufen. Dazu kommt die mangelnde Teilnahme am Training, zu wenig Präsenz, zu wenig Kondition, zu wenig Konzentration. Trotzdem ist das eine tolle Truppe! Da lasse ich auf keinen etwas kommen.

Ihr geltet als lockeres und sympathisches Team – ist dieses Image wirklich nur positiv zu bewerten?
Grundsätzlich schon, der ESV ist mit diesem Image gegründet worden und wird mit diesem Image weiter existieren. Allerdings muss man aufpassen nicht zu locker zu sein, sonst findet man sich plötzlich eine Klasse tiefer wieder. Wir sind oft einfach nicht fokussiert genug und eiern rum. Beim Aufwärmprogramm weiß man schon oft, wohin die Reise im Spiel geht.

Saison ohne Trainer – war das wirklich die richtige Entscheidung?
Wir hatten mit Henning Lüneburg und Mike Meimerstorf zwei tolle Trainer, die aus verschiedenen Gründen aufgehört haben. Mit Christoph Hasenbein haben wir jemanden aus der Mannschaft an der Seitenlinie, der seinen Job gut macht. Ob die Entscheidung die Richtige war, werden wir am Ende der Saison sehen.

Ist es eigentlich egal, in welcher Spielklasse der ESV aufläuft?
Da gibt es sicherlich verschiedenen Meinungen innerhalb der Mannschaft. Meine persönliche Meinung ist, dass es schon unfassbar schwer ist neue Leute für die 2. Kreisklasse zu begeistern, eine Klasse tiefer wird das nicht einfacher. Der Verein braucht allerdings wegen dem hohen Altersdurchschnitt „frisches Blut“.  Also ein klares nein! Es ist wichtig, dass wir die Klasse halten.

Wie schwer ist es wirklich Konstanz in den Kader zu bekommen?
Ich spiele jetzt seit gut drei Jahren beim ESV Lüneburg und ich möchte sagen, dass es verdammt schwer ist. Diese Saison allerdings noch schwieriger als die letzten Jahre. Das ist zumindest meine subjektive Wahrnehmung.

Was würdest du an eurem Spiel am liebsten sofort ändern?
Ich würde die Spielzeit gerne auf 70 Minuten reduzieren, dann würden wir besser dastehen.

Wie siehst du den kommenden Gegner und die Chancen?
Artlenburg ist ein starker Aufsteiger und durch das 8:0 gegen Karze haben Sie sicher noch mehr Selbstbewusstsein. Wir benötigen aber auch dringend die Punkte und werden wie immer unser Bestes geben.

Gibt es Spieler, die auf keinen Fall dabei sein werden?
Die Liste fange ich erst gar nicht an. Wir bekommen wie jedes Wochenende 11 Spieler aufs Feld.