Der LSK holt ehemaligen Stürmer von Hannover 96

Willkommen! LSK-Teamchef Rainer Zobel (l.) begrüßt Malick Mboob im LSK-Trainingszentrum Goseburg.  Foto: LSK / Jürgen Poersch
Willkommen! LSK-Teamchef Rainer Zobel (l.) begrüßt Malick Mboob im LSK-Trainingszentrum Goseburg. Foto: LSK / Jürgen Poersch

Der Lüneburger SK Hansa hat kurz vor Ende der Transferperiode (Montag, 2. September) einen weiteren Stürmer verpflichtet: Malick Mboob unterschrieb am gestrigen Dienstag einen Vertrag bis zum Sommer 2021 beim Fußball-Regionalligisten.

Der 21-Jährige kam bereits Ende Juni in Uelzen beim Testspiel der Lüneburger gegen den Zweitligisten Hannover 96 zum Einsatz und hinterließ einen guten Eindruck. Mboob trainiert seit voriger Woche mit der Mannschaft, überzeugte LSK-Teamchef Rainer Zobel und Trainer Qendrim Xhafolli.

Zobel sagt über seinen neuen Stürmer: „Malick ist sehr schnell, hat dadurch gegen Hannover 96 einen Elfmeter herausgeholt. Und er verfügt über eine hervorragende Schusstechnik. Ich sehe ihn bei uns vorne in der Mitte.”

Warum hat es so lange mit der Verpflichtung gedauert? „Naja”, sagt Zobel, „bis Ende Juli hatten wir ja noch einen Stürmer Nummer 1 namens Utku Sen. Erst nachdem Utku uns verlassen hat, haben wir die Verhandlungen mit Malicks Berater aufgenommen. Wir mussten auch schauen, ob dieser Transfer mit unseren begrenzten finanziellen Möglichkeiten überhaupt machbar ist. Das alles dauert seine Zeit. Zum Glück haben wir uns jetzt geeinigt.”

Malick Mboob stammt aus der Jugend von Arminia Hannover, wechselte 2013 zu Hannover 96, spielte dort in der U17 und U19. Er schoss 27 Tore in den Junioren-Bundesligen. Ab 2017 stürmte er in der U23 des Profiklubs. Seit Sommer 2018 war Mboob vereinslos. Der 1,80 Meter große Mittelstürmer kann auch auf dem linken Flügel oder als hängende Spitze eingesetzt werden.

Der Neuzugang ist ab 1. September für den LSK spielberechtigt, darf also heute Abend (19 Uhr) bei Altona 93 noch nicht eingesetzt werden. Sein Debüt im LSK-Trikot kann er am kommenden Sonntag um 15 Uhr beim Heimspiel im Neetzer Jahnstadion gegen den TSV Havelse feiern.

Wird Mboob in der Startelf stehen? „Das kann ich nicht versprechen”, sagt Rainer Zobel, „denn er hat ein Jahr lang nur für sich trainiert. Ihm fehlt also noch die Spielfitness. Das kann zwei, drei Wochen dauern. Das weiß Malick auch.”

Warum war der Neuzugang zuletzt ein Jahr ohne Verein? „Ich hatte ein Angebot von einem Klub in England. Leider hat es damals mit der internationalen Freigabe von Hannover 96 nicht rechtzeitig geklappt”, erzählt der Stürmer.

Mboob bleibt zunächst in seiner Geburtsstadt Hannover wohnen, wird mit dem Zug nach Lüneburg pendeln. Er könnte sich aber auch einen Umzug in die Hansestadt vorstellen.

Der Neuzugang hat westafrikanische Wurzeln. Sein Vater stammt aus Gambia, seine Mutter ist Deutsche. Was sind seine Hobbys? Fußball ist Malicks größte Leidenschaft: „Dafür habe ich sogar, als ich bei Hannover 96 spielte, die Schule vor dem Abitur abgebrochen.” Ansonsten verbringt er seine Zeit gern mit der Familie und Freunden, hört Hiphop und Rap. Lieblingsessen? „Alles aus der tollen gambischen Küche”, sagt Malick.

Sein großes Vorbild als Fußballer ist Didier Drogba, Nationalspieler von der Elfenbeinküste und Held aller afrikanischen Kicker. Sein Lieblingsverein ist (neben dem FC Barcelona) der FC Chelsea, wo Drogba einst die englischen Fans verzückte.

Frage zum Schluss: Wie spricht man eigentlich Mboob aus? „Ganz einfach”, sagt Malick, „wie Embub.” Beim LSK hoffen sie, dass der „Bub“ noch viel Freude bereitet und jede Menge Tore schießt.

 

Text: Jürgen Poersch