Lüneburger SK: Niederlage in Norderstedt!

“Dieser Elfmeter war ein Witz!” Da waren sich alle beim LSK einig. Durch einen äußerst zweifelhaften Strafstoß verlor der Lüneburger SK Hansa 0:1 beim FC Eintracht Norderstedt, hat aber weiter elf Punkte Vorsprung zu den Abstiegsplätzen der Regionalliga.
LSK-Teamchef Rainer Zobel und Trainer Qendrim Xhafolli verstärkten in Norderstedt das defensive Mittelfeld. Der zuletzt ausgezeichnete Mohamed El-Ahmar stand wieder in der Startelf, aber nicht für Stefan Wolk, sondern zusammen mit ihm. Wolk kehrte nach seiner Rückenverletzung zurück, bildete mit El-Ahmar und Tomek Pauer ein Mittelfeld-Dreieck. Pauer spielte etwas vorgezogen, sodass Spielmacher Thorben Deters diesmal nicht so viele Wege nach hinten machen musste.
Doch die erhöhte Quantität in der Defensive brachte nicht unbedingt mehr Qualität. Norderstedt dominierte das Mittelfeld-Geschehen von Beginn an. Dem LSK gelang es nicht so gut wie zuletzt gegen Werder Bremen II, das Aufbauspiel des Gegners zu unterbinden. Der LSK daheim und auswärts – das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. 20 seiner 26 Punkte haben die Lüneburger in Heimspielen geholt.
Die erste dicke Chance für Norderstedt in der 14. Minute, als nach einer flachen Rechtsflanke innen alle verpassten. In der 20. Minute knallte eine 20-Meter-Granate an den Pfosten des LSK-Tores. Glück gehabt. Norderstedt war in dieser Phase klar besser.
Doch in der 26. Minute die erste LSK-Gelegenheit. Ein Schuss von Fabian Istefo wurde im letzten Moment übers Tor geklärt.
In der 35. Minute fast ein Eigentor des LSK. Knapp strich der Ball am Pfosten vorbei. Zwei Minuten späte die beste LSK-Aktion: Nach einem gelungenen Ecken-Trick kam Lukas Pägelow aus elf Metern frei zum Schuss, verballerte aber.
Zur Pause ein Chancen-Plus (4:2) und Ecken-Plus (6:3) für Norderstedt, aber noch 0:0.
Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Gastgeber den Druck. Großchancen in der 50. und 54. Minute. Da hatte der LSK zweimal Glück. Doch das war in der 57. Spielminute aufgebraucht. Nach einem Zweikampf im 16er meinte Schiedsrichter Fynn Kohn, Elfmeter pfeifen zu müssen – zum Entsetzen der Lüneburger und zur Freude der Norderstedter. Alle Proteste halfen nichts. Rico Bork verwandelte flach und unhaltbar zum 1:0.
Die LSK-Trainer reagierten: In der 62. Minute kam Stürmer Malick Mboob für den defensiven Wolk. Doch dem LSK gelang es an diesem Tag nicht, Druck aufzubauen. Zu ideen- und harmlos blieb das Angriffsspiel. Einzig in der 69. Minute kam noch mal Gefahr auf, als Istefo von außen aus kurzer Distanz köpfte, aber am Keeper scheiterte.
Auf der Gegenseite drei Großchancen für Norderstedt. Einmal hielt Ole Springer ganz stark, zweimal verdaddelten die Gastgeber die Vorentscheidung.
In der 83. Minute kam auch noch Stürmer Ante Kutschke für Abwehrspieler Eliezer Correia Cà. Doch die guten Chancen hatte in der Schlussphase eher Norderstedt. In der 93. Minute ein letzter Eckball für den LSK. Torwart Springer stürmte mit nach vorne. Doch es gab kein Happyend. Abpfiff. 0:1 verlor der LSK das Spiel.
Hinterher gab es noch intensive Debatten mit dem Schiedsrichter-Gespann, während die Norderstedter im Kreis tanzten und ihren Sieg feierten. Der war zwar aufgrund der besseren Chancen verdient, aber für den LSK auch unglücklich, weil er durch einen sehr umstrittenen Elfer zustande kam.
Abhaken und den Blick nach vorne richten, denn am kommenden Sonntag steigt das Saison-Highlight gegen den VfB Lübeck im Neetzer Jahnstadion.