Lüneburger SK mit Niederlage in Drochtersen

SpVgg Drochtersen/A. – Lüneburger SK 4:2 (2:2)

2:4 – der Lüneburger SK Hansa hat das Regionalliga-Spiel beim SV Drochtersen/Assel verloren. Die sonst so starke LSK-Abwehr hatte diesmal zu viele Lücken.

 

LSK-Teamchef Rainer Zobel musste wegen der Muskelverletzung des zuletzt ausgezeichneten Linksverteidigers Fabian Istefo umstellen. Innenverteidiger Bastian Stech rückte nach außen, dafür kam der genesene Mohamed El-Ahmar ins Abwehrzentrum.

 

“We will rock!” Der alte Queen-Hit dröhnte vorm Anpfiff aus den Drochterser Lautsprechern. Doch es war der LSK, der die Gastgeber zunächst rockte. Schon in der 4. Spielminute das 0:1. Nach einem Fehlpass von D/A-Rechtsverteidiger Nico Mau setzte sich Jonas Seidel sehr stark gegen die Drochterser Abwehr durch und schoss knallhart ein. Herrliches Tor!

 

Unglücklich das 1:1. LSK-Abwehrspieler Eliezer Correia Cà war an der Mittellinie mit einem Gegenspieler zusammengeprallt, blieb regungslos liegen. Doch das Spiel lief weiter. Flanke von rechts. Am langen Pfosten war D/A-Torjäger Alexander Neumann zur Stelle, köpfte ein

 

Drochtersen drückte mächtig drauf, hatte Übergwicht im Mittelfeld. Doch in der 18. Minute eine gute Konterchance für den LSK. Nach Flanke von rechts verpasste Can Düzel nur knapp mit dem Kopf.

 

Danach wurde es heikel für den LSK. Drochtersen am Drücker. Zwei Riesenchancen in der 21. und 22. Minute. Aber beide Male strich der Schuss aus kurzer Distanz äußerst knapp am langen Pfosten vorbei. Glück gehabt, LSK!

 

Auf der Gegenseite wurde Thorben Deters, aus fünf Metern einschussbereit, im letzten Moment gebremst (31.).

 

In der 37. Minute war Schluss für Eliezer Correia Cà. Der Zusammenprall wirkte nach, Eli musste raus. Für ihn kam Alexander Gerlach. Er ging für Jonas Seidel in die Spitze. Seidel verteidigte fortan links für Bastian Stech, der nach innen einrückte.

 

Die Wirren der Umstellungen nutzte D/A. In der 42. Minute nach einer schönen Kombination das 2:1, ausgerechnet durch den Ex-LSKer Marco Schuhmann, der klug eingelaufen war.

 

Doch noch vor der Pause der Ausgleich. In der 45. Minute Flanke des erneut gefährlichsten Angreifers Marian Kunze. In der Mitte war Thorben Deters mit dem Kopf zur Stelle: 2:2!

 

Aber direkt nach dem Wechsel die kalte Dusche. Freistoß von halblinks. Wieder war Neumann am langen Pfosten völlig frei und überlobbte LSK-Keeper Ole Springer per Kopf zum 3:2. Das war leider sehr unaufmerksam verteidigt.

 

Der LSK wagte nun mehr nach vorn. In der 62. Minute scheiterte Seidel mit einem Kopfball nach Pauer-Flanke. Zwei Minuten später klärte Springer per Fußabwehr gegen einen frei vor ihm stehenden D/A-Angreifer. Doch in der 67. Minute war er machtlos. Wiederum Schuhmann spielte sich durch und vollstreckte sicher zum 4:2.

 

Teamchef Zobel brachte noch Braima Baldé für den glücklosen Düzel. Doch außer einer Kopfballchance für Tomek Pauer kam nichts mehr heraus.

 

Für den LSK heißt es: Kommenden Sonntag um 15 Uhr gegen SSV Jeddeloh besser machen! Dann ist der schmerzlich vermisste Fabian Istefo eventuell wieder dabei.

 

Artikel von Jürgen Poersch