Björn Busch (Lüneburger SK) 20.05.20


Vorname, Name, Alter, Verein?
Björn Busch, 49 Jahre, Lüneburger SK Hansa 2008 e.V.


Seit wann bist du deinem Klub verbunden?
Seit 1980.

Wie bist du zu deinem Klub gekommen?
Über meinen Vater, der ging immer zum LSK und ich war dann auch mit von der Partie. Das hat mich nie mehr los gelassen.

Hast du auch mal gespielt oder bist nur reiner Theoretiker?
Früher mal Jugendfußball, aber sonst bin ich am Rande der Bande tätig.

Was bedeutet dir dein Verein?
Viel! Früher als Fan unterwegs und ganz Deutschland bereist, mit der Fangemeinschaft.
Dann irgendwann in den Verantwortungsbereich übergangen und die Kehrseite beleuchtet und bearbeitet. Den Verein immer durch schwierige Phasen mitgeführt.

Wie würdest du deinen Verein beschreiben?
Ein Jugendverein - 230 Kinder und Jugendliche, die der LSK beheimatet. Die Regionalliga-Truppe on Top. Drei Umzüge durch die Heimatlosigkeit in der Region getätigt. Jetzt der Neubau in der Goseburg. Der LSK ist nicht klein zu bekommen!

Um was kümmerst du dich in deinem Klub?
Einfach um zu viel! Sicherheitsbeauftragter für die 4. Liga, Greenkeeping der Plätze incl. in Neetze, zuständig für die Infrastruktur beim LSK Hansa…

Wie viele Stunden bist du in der Woche für deinen Klub unterwegs?
Die zähle ich nicht mehr...

Ist die Verantwortung nicht manchmal etwas zu groß?
Komisch. Dies ist mir bisher  nie auf die Füße gefallen. Selbst die Umzüge und der Neubau hauen mich nicht um. Kommt aber daher, dass ich früher in der Baustoffbranche tätig war, wo ich etliche Bauprojekte begleitet habe.

Welchen Stellenwert hat für dich Vereinstreue?
Sehr viel. Ich mag keine Wandervögel und Leute, die Eventfans sind.

Was gibt es dir, wenn du etwas für den Verein tust?
Gut, früher war es mein Hobby, jetzt ist es mein Job. Aber gepflegte Sportplatze und zufriedene Ehrenamtliche, das ist schon was!

Was sind deine Fähigkeiten, die dem Klub helfen?
Sehr gute Kontakte im Greenkeeping Bereich, sowie Baustofflieferanten und Baufirmen, Und der LSK verfügt über Ehrenamtliche, die Bagger und Radlader fahren können. Schlosser und Schweißer ebenso - mehr als die halbe Miete!

Was war dein schönstes Erlebnis in deinem Klub?
Einige: die DFB Pokalspiele, die vielen Nichtabstiege,  Paulaner Elf 1996 mit Bayer – an diesem Tag hatte ich meine 2. Ausbildung zum Maurer ablegen müssen. Was für ein Tag. Spiel und Prüfung bestanden!

Und wann bist du mal richtig traurig gewesen?
Das war, als wir in Emden ein Pokalhalbfinale bei Kickers Emden verloren hatten. Und der Verlust von Wilschenbruch am 23.3.2014.

Was kannst du gar nicht ertragen, wenn es um deinen Klub geht?
Niederlagen, die unglücklich in der Nachspielzeit passieren. Und wenn besprochene Dinge nicht umgesetzt werden.

Was würdest du gerne schnell verändern, um den Verein zu stärken?
Mehr Geld und Leute, die mit anpacken. Es gibt viel zu tun!

Was hat sich in deinem Verein am meisten verändert?
Die Vorstandsarbeit ist top. Da herrschen jetzt klare Zuordnungen. Dies war nicht immer so

Welchen Satz kannst du auf dem Sportplatz nicht mehr hören?
„Hallo Buschi, wir könnten oder müssten doch mal…“ Diese Leute  haben Ideen und dann kommt nichts in der Umsetzung. Denen höre ich nicht mehr zu.

Was machst du am liebsten in der Freizeit?
So ein richtiges Hobby habe ich nicht. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht!

Wo liegt deine Stärke neben dem Platz?
Teamplayer, gute Kommunikation, Ehrlichkeit und fast immer zuverlässig.

Über was kannst du herzhaft lachen?
Witze, die gut erzählt werden. Dazu allgemein witzige Situationen im Alltag.

Dein Lieblingsspruch?
Chef sein ist nicht schwer, "Dödel sein" umso mehr!

Was wolltest du allen Vereinen schon immer mal sagen?
Diese Vereinsmeierei muss mal aufhören. Ich sage nur Bildung einer gemeinsamen Jugendabteilung. Das muss doch möglich sein. Jeder pocht auf sich…

Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Bleibt alle gesund. Die Corona Zeit trifft uns alle.