Dennis Bohr (Thomasburger SV) 17.06.20


Vorname, Name, Alter, Verein?
Dennis Bohr, 34 Jahre alt, Verein: Thomasburger SV

Seit wann bist du deinem Klub verbunden?
Mit kurzer Unterbrechung seitdem ich laufen kann.

Wie bist du zu deinem Klub gekommen?
Die Frage hat sich nicht wirklich gestellt. Der Sportplatz war direkt um die Ecke.

Was bedeutet dir der Klub?
Ein kleiner, herzlicher Verein wo der Spaß und die Gemeinschaft für das Dorf im Vordergrund stehen. Einfach toll. Wir spielen zwar nur Kreisklasse, aber es ist schon erstaunlich wie viele Thomasburger uns immer zu spielen folgen und uns anfeuern. Die Entfernung oder Derby spielt da keine große Rolle.

Wie würdest du dein Team beschreiben?
So langsam findet ein Umbruch statt, was für den Verein enorm wichtig ist. Denn nur aus uns Alten kann die Mannschaft nicht bestehen. Oli Frey und Markus machen das schon sehr gut und werden auch in Zukunft immer eine tolle Mannschaft zusammen haben.

Was sagst du an deinem Verein besonders?
Das Einfache. Klein aber fein.

Was bedeutet dir Vereinstreue?
Schon immer viel. Wenn ich sehe was für „Möchtegern-Profis mit Stutzen bis zu Unterhose“ hier Jahr für Jahr in den untersten Klassen hin und her wechseln, denke ich, habe ich in meiner aktiven Laufbahn alles richtig gemacht.

Zwischendurch mal TuS Neetze – deine Erinnerungen?
In Neetze hatte ich eine tolle und erfolgreiche Zeit. Klasse Trainerteam und super Jungs in der Mannschaft. Ich hatte auch zwei Ligen höher schnell meinen Stammplatz sicher und die ein oder andere Bude habe ich auch gemacht und vorgelegt. Im Nachhinein hätte ich vielleicht mal früher wechseln sollen. Mein relativ kurzes Intermezzo von nicht ganz zwei Jahren musste ich beruflich schnell runterfahren.

Wie schief hing der Haussegen da mit deinem Vater?
Gar nicht. Irgendwann hat er eingesehen, dass ich auch mal wo anders kicken muss. Er war auch immer zu allen Spielen in Neetze vor Ort. Was nicht nur die Neetzer überrascht hat.

Was war dein größter sportlicher Erfolg?
Kreispokalsieg und Aufstieg direkt im ersten Herrenjahr mit einen Großteil unser alten A-Jugend und natürlich unseren Kopfballungeheuer „Uwe Karstens“.

Du sitzt auf der Bank – wie schlecht ist deine Laune, kannst du die verbergen?
Spielen will man als Fußballer immer, das ist klar. Aber da ich nicht jünger werde und auch nicht mehr viel trainieren kann, sollte immer der Jüngere spielen und dann setze ich mich auch gerne auf die Bank und schaue zu.

Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Die Sprüche „Früher war alles besser“.

Kannst du auf dem Feld auch ein Stinkstiefel sein?
Definitiv.

Freistoß, 20 Meter – wohin geht der Ball?
Meistens ins Tor. Ich schieße lieber einen Freistoß aus 20 Meter, statt einen 11 Meter.

Hast du auf dem Platz zu oft die Beherrschung verloren – wenn ja, warum?
Die ein oder andere dunkle Karte habe ich leider bekommen. Im Nachhinein immer doof. Meist hängen das Gemecker und die blöden Fouls nur mit der Nichtvorhandenen Fitness zusammen. Läuft man mehr, braucht man nicht meckern…

Was war dein schönstes Tor?
Das schönste Tor war in der A-Jugend gegen Eintracht Lüneburg (gespickt mit den alten LSKnern) auf der Hasenburg. Wir lagen bis zu 90. Min 2:3 zurück und zur „Meisterschaft“ konnten wir uns gegen den direkten Konkurrenten keine Niederlage erlauben. Also 90. Minute, 20 Meter …

Welchen Spruch kannst du auf dem Platz nicht mehr hören?
Immer die 8.

Was geht dir in der Kabine richtig auf die Nerven?
Der fehlende Respekt den Trainern gegenüber.

Gel in den Haaren, Stutzen über die Knie, bunte Schuhe – wie sieht das bei dir aus?
Es gibt nichts Schlimmeres als bunte Schuhe und Stutzen über die Knie.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Kindern verbringen. Wenn dann noch Zeit über ist, fahre ich zum Fußball, um meine Freunde zu treffen.

Wo liegt deine Stärke neben dem Platz?
Da ich berufsbedingt nicht mehr so oft beim Fußball bin, halte ich mich etwas zurück beim Organisieren von Veranstaltungen und den ganzen Kram. Wie gesagt, die Jüngeren müssen langsam die Führung übernehmen.

Über was kannst du herzhaft lachen?
Ich bin für jeden Spaß zu haben.

Und über was richtig aufregen?
Wenn man sich nicht bei den Trainern abmeldet. Alle haben das Handy den ganzen Tag in der Hand, aber eine Whatsapp an den Trainer schaffen immer nur die Gleichen.

Was ist dein Lieblingsspruch?
Immer locker bleiben…

Was wolltest du allen Vereinen schon immer mal sagen?
An alle Ehrenamtlichen: macht weiter so. Ohne euch würde es diesen tollen Sport, wie es ihn gibt, nicht geben. Selbst in Zeiten von Corona haltet ihr die Anlagen super in Schuss und versucht einen Trainingsbetrieb auf die Beine zu stellen. Hut ab!

Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Bleibt alle gesund und ich hoffe, wir sehen uns bald wieder bei Bratwurst und Bier auf den Fußballplatz.