Edgar Zinn (SC Lüneburg) 08.05.20


Edgar, seit Wochen ruht der Ball, wie sehr fehlt dir der Fußball?
Mir fehlt die Freude sich frei bewegen und seinem Lieblingssport nachzugehen. Selbst auf das Tor zu ballern ist aktuell nicht erlaubt. Das ist schade.

Wie hältst du dich fit?
Ich mache, wie viele andere auch, ein Heim-Training.

Mit wem kannst du jetzt die geliebten Fachgespräche führen?
Ich telefoniere mit Spielern oder per Online-Telefonkonferenz mit dem Verein.

Sonst Training, Spiel, Vorbereitung, viele Gespräche – wie kompensierst du diese Lücke?
Ich nutze die Zeit zur Weiterbildung.

Gibt es bei euch ein digitales Trainingsprogramm oder ruht alles?
Nein, das gibt es nicht. Oft kommen im Mannschaftssport individuelle Aspekte zu kurz. Ich denke es macht Sinn die Lücke zu schließen und nicht diese mit Mannschaftsprogrammen weiter auszubauen. 

Bedenken, deine Spieler müssen fast bei null anfangen, wenn es wieder losgeht?
Das müssen sie ohnehin, denn ein Start ist noch nicht absehbar.

Sollte es im August/September mit der alten Saison weitergehen, kann man da überhaupt im Tritt sein?
Nein. Ich finde den Gedanken daran schon irrwitzig. Ich möchte nicht in der Haut der Entscheider stecken, aber eine klare Linie und ein Mut zur Entscheidung für den Abbruch fände ich gut.

Wären dann überhaupt noch alle Spieler da, weil der eine oder andere wechseln will?
Genau solche Fragen wären mit der Beendigung der Diskussion und Saison geklärt. Anschließend könnte man sehen, wie Einzelfälle aussehen und welches Bild der Kader dann ergibt.

Und wie schaut es mit den geplanten Neuzugängen aus?
Da sind wir in Gesprächen.

Der Geruch von Rasen, Bratwurst, Schweiß und kalter Limo – spürst du den noch?
Klar, und ich freu mich drauf. Hoffentlich so schnell wie möglich

Ist diese große Pause auch eine Chance?
Ja, ist sie. Ich denke, dass jetzt die Zeit der Innovation und Kreativität ist. Ich hoffe, dass dies auch im Sinne des Fußballsports geschieht.

Was gibt es noch zu sagen?
Bleibt fit!