Hauke Zechel (TSV Bardowick)

Was mit dem Freistoß anfangen? Hauke Zechel (Mitte) muss sich erst einmal am Kinn zupfen.
Was mit dem Freistoß anfangen? Hauke Zechel (Mitte) muss sich erst einmal am Kinn zupfen.

Name, Verein, Alter, Position
Hauke Zechel, TSV Bardowick, 28 Jahre, zentrales Mittelfeld

Wieder rollt nicht der Ball – wie gehst du damit um?
Ich denke, für niemanden ist die Situation einfach, wir alle müssen Anstrengungen und Einschränkungen in Kauf nehmen, um die derzeitige Lage bestmöglich zu meistern. Sollte es sich tatsächlich nur um einen Lockdown im November handeln, können wir das wohl alle in sportlicher Hinsicht vertragen.

Wie wirst du dich fit halten?
Für unsere Fitness im Lockdown hat wie zu erwarten unser Trainer, Roman Razza gesorgt. Ich persönlich werde versuchen mich an den vorgegebenen Laufplan zu halten, dann sollte das passen.

Warum spielst du beim TSV Bardowick?
Allem voran wegen der Mannschaft. Die war die letzten Jahre schon überragend und ist zu dieser Saison noch überragender geworden, sofern es dazu eine Steigerung gibt. Unser Trainer spielt hier auch eine große Rolle, aber das sollte kein Geheimnis mehr sein. Genauso spannend sind auf jeden Fall unsere zwei weiteren Trainer, Philipp Brammer und Carsten Ahrens, die wie die Mannschaft, einfach überragend sind und das ganze somit gut abrunden.

Was bedeutet es dir, Kapitän des Teams zu sein?
Es spielte für mich vor der Saison nicht die allergrößte Rolle, ob ich weiterhin Kapitän bleibe oder es jemand anderes wird. Natürlich freut es mich aber wieder das Vertrauen bekommen zu haben und versuche dementsprechend die Binde engagiert mit Leben zu füllen.

Was leistet du neben dem Platz für den Klub?
Wo Hilfe gebraucht wird packe ich mit an, aber da gibt es ganz andere Kaliber die hier zu nennen sind. Allen voran Kevin Ahlfeld, der leider nicht mehr auf dem Platz mit von der Partie ist, dafür aber neben dem Platz umso engagierter ackert. Feiner Kerl, merci dafür an dieser Stelle.

Wie wichtig ist dir der Teamsport?
Auf einer Skala von 1-10 eine glatte 11. Sich mit einbringen zu müssen und die eigenen Interessen mal hinten anzustellen, sind Dinge, die einem ganz gut im Leben helfen können.

Wie sind die Erinnerungen an die Zeit beim TuS Brietlingen?
Natürlich überragend. Sportlich gesehen waren wir zwar eher immer unter dem Erfolgsradar unterwegs, aber menschlich war das schon a la bonne heure. Was Malte Windt, Hendrick Heuer und vor allem Nanni mit ihrem Sportlerheim da veranstalten, das sucht im Landkreis wohl seinesgleichen. Wenn nicht gerade Bardowick spielt, ist es die Reise am Sonntag zum TuS auf jeden Fall wert.

Was für ein Trainer ist Roman Razza?
Überall wo man hinhört, wird über Roman Razza als Trainer nur positiv gesprochen und dem wird er auch komplett gerecht. Roman ist extrem engagiert und zu jeder Einheit bestens vorbereitet, so dass man sich selbst in der Pflicht sieht mitzuziehen. Er lebt den Fußball absolut vor. Da geht man gerne mit.

Was ging dir durch den Kopf, als du die von Schweinen umgewühlten Plätze gesehen hast?
"Ai ai ai " - hoffentlich müssen wir keinen Zaun bauen…

Gel in den Haaren, Stutzen über die Knie, bunte Schuhe – wie sieht das bei dir aus?
Ich bin wohl das genaue Gegenteil. Gel gibt es bei mir schon lange nicht mehr, meine Stutzen enden akkurat unter dem Knie und beim Schuhwerk bin ich schwarz-weiß unterwegs. Klassischer als der Copa Mundial geht es wohl kaum.



Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Niederlagen!

Elfmeter 92. Minute, 0:1 – schießt du?
Ich würde mich der Verantwortung stellen, klar. Aber seitdem ich in der C- oder D-Jugend in der Halle mal einen 7-Meter links neben das Handballtor gegen eine Sprossenwand mit gefühlten 5 km/h hämmerte, versuche ich doch eher meine Mitspieler zu motivieren das Ding vom Punkt zu verwandeln.

Was würdest du gern als Kicker noch erreichen?
Mit Bardowick in die Landesliga aufsteigen und nicht direkt wieder absteigen. Persönlich würde ich mich auch da dann gerne durchsetzen wollen.

Kannst du dich noch an dein erstes Herrenmatch erinnern?
Absolut nicht.

Die schönste Anekdote deiner steilen Karriere?
Die schönste hast du gerade geliefert, indem du meine Karriere steil genannt hast.

Was oder wen kannst du in der Kabine nicht mehr hören?
Zurzeit würde ich alles in Kauf nehmen was einen da so man manchmal stört, solange wir überhaupt wieder reindürfen und unser Kühlschrank wieder die Zuneigung erhält, die er verdient.

Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Das journalistische Interesse am Amateurfußball eurerseits finde ich, na klar, überragend. Vielen Dank!