Jörn Benecke (MTV Handorf)


Vorname + Name, Verein, Alter, Position
Jörn Benecke, MTV Handorf, 51 Jahre, Sturm

Wieder rollt nicht der Ball – egal oder richtig nervig?
Gerade für die Junioren richtig nervig ohne Fußball.

MTV Handorf – welche Bedeutung hat der Klub für dich?
Hier bin ich groß geworden und habe viele schöne Erinnerungen bis heute.

Was ist die schönste Erinnerung an die Herrenzeit?
Da gab es sehr viele, es würde den Rahmen sprengen hier alle aufzuzählen. Unter anderen das Spiel gegen SC Kirch-/Westerweyhe, das wir mit 1:0 gewannen und aus der damaligen Bezirksklasse in die Bezirksliga aufgestiegen sind.

Viele Verletzungen gehabt – zu spät aufgehört?
Kreuzbandriss links und rechts, aber das gehört halt mal dazu. Ich sollte es langsam aber sein lassen zu spielen, auch „Ü50“. Ich wünsche aber jedem ohne Verletzungen davon zu kommen.
 
Was für ein Spielertyp bist du gewesen?
Vollblutstürmer, der wusste wo der Ball rein gehört.
 
Wie fühlt sich der Tag nach einem Match an?
Bei einem Sieg gut, bei einer Niederlage hatte ich früher immer schlechte Laune bis zum nächsten Training.

Was kannst du in der Kabine nicht mehr hören?                                                                                               
Trainer, ich brauche eine Pause.

Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Arroganz von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern.

Auch Schiedsrichter gewesen – warum nicht mehr?
Ja, zwei Mal sogar. Aber Trainer, Spieler und Schiedsrichter funktioniert nicht gleichzeitig. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, der Lust hat Schiedsrichter zu werden, denn ohne geht es nicht.


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Was war dein größter sportlicher Erfolg?
Da gab es viele im Junioren-, Herren- und Trainerbereich. Ich denke, dass erste Bezirksligajahr als Herren-Spieler mit dem MTV Handorf, als wir als Dorfverein/Provinzclub Vierter wurden.

Jugendtrainer – was gibt dir das?
Ich freue mich mit jungen Spielern zu arbeiten- und wenn ich sehe, dass sie meine Vorgaben umsetzten und sich weiterentwickeln. Mir ist es wichtig, jeden Spieler einzeln zu betrachten und ich erwarte dann von den besseren Spielern mehr als von einem nicht so starken.

Muss man mehr Trainer oder Psychologe und Sozialpädagoge sein?
Früher sind wir zum Training gegangen und haben uns nur auf Fußball konzentriert. Heute ist alles schnelllebiger geworden, man ist mehr Sozialpädagoge, Psychologe und dann auch mal Trainer. Es ist schon erschreckend mit was ein Trainer sich heute auseinandersetzen muss. Aber ohne dieses Ehrenamt geht es nicht und ich machen es gerne, den jungen Menschen etwas mit auf den Weg fürs Leben zu geben.

Über welche Ausrede kannst du herzhaft lachen?
Meine Oma hat Geburtstag (zum fünften Mal in einem Jahr)!

Und was kannst du gar nicht mehr hören?
Wenn sich ein Spieler eine Stunde vorm Training meldet und sagt er kann heute nicht. Oder: „Die in der Bundesliga machen das auch so…“

Wenn Eltern anfangen wollen zu diskutieren, weil ihr Liebling nicht genug gespielt hat – was geht dir durch den Kopf?
Das habe ich bis Dato zum Glück wirklich noch nicht von Spieler-Eltern hören müssen. Bei mir spielen die Spieler und nicht die Eltern, Differenzen kläre ich mit Spielern direkt. Eltern können mich gerne nach dem Spiel oder Training ansprechen. Der Fokus beim Training und Spiel liegt auf dem Team, da kann ich keine Ablenkung gebrauchen.

Schnell die Augen zu und nachdenken: Was war dein schönstes Tor?
Oha, da fällt mir keins auf die schnelle ein. Ärgerlich ist für mich persönlich nur, dass ich im 1. Herrenteam für den MTV Handorf in den Punktspielen 297-mal getroffen habe – sind drei Tore zu wenig gewesen. Vielleicht darf ich ja noch mal ran und drei Strafstöße verwandeln.

Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Das mein HSV wieder in die 1. Liga aufsteigt.