Piet Schacht (SV Ilmenau) 22.06.20

Piet Schacht (in orange) liebt es, für seinen Klub zu spielen - so soll es sein!
Piet Schacht (in orange) liebt es, für seinen Klub zu spielen - so soll es sein!

Vorname, Name, Alter, Verein?
Piet Schacht, 25, SV Ilmenau

Seit wann bist du deinem Klub verbunden?
Schon seit der Pampers-Liga, also circa Sommer 2000.

Was magst du an deinem Verein besonders?
Die Elefanten-Runde (Ü60-Stammtisch), mit der ich nach den Heimspielen zusammensitze, um das Spiel zu analysieren. Außerdem natürlich unsere Ehrenamtlichen, Fans und die tolle Sportanlage.

Was bedeutet dir Vereinstreue?
Ist mir persönlich sehr wichtig, da meine Wurzeln beim SVI liegen und ich dort Menschen kennengelernt habe, die mich seit Kindesbeinen geprägt haben. Ich kenne die Stärken und Schwächen des Vereins und kann meine Meinung offen einbringen.

Torwart – was muss man dafür mitbringen?
Schlechte Kondition ist schon mal ein Einstellungskriterium. Ansonsten würde ich da nicht pauschalisieren.

Hast du auch einen kleinen an der „Klatsche“, wenn du im Tor stehst?
Nicht übermäßig, obwohl ich Olli Kahn immer als Vorbild gesehen habe.

Tun die Knochen montags schon mehr weh?
Eigentlich sollte das mit Mitte 20 noch kein so großes Thema sein. Allerdings haben mich die letzten zwei Jahre immer wieder Schmerzen im Adduktorenbereich geplagt, sodass ich monatelang komplett und oftmals nur auf Halbgas-Fußball spielen konnte. Aktuell läuft es aber endlich wieder besser.

Elfmeter – Killer oder eher Loser?
Die Vorlieben der möglichen Schützen werden vor dem Spiel analysiert, dann sieht es ganz gut aus. Bei unbekannten Spielern verliere ich meistens.

1gegen1 – wer gewinnt das Duell?
Meistens ich.

Niederlage in letzter Sekunde – wie reagierst du?
Ganz unterschiedlich. Im Idealfall zieht man seine Schlüsse daraus, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Schöne Murmel gefangen – wie schnell verdaust du die?
Alle meine Gegentore sind unhaltbar!!! Falls doch mal ein faules Ei dabei ist, hat unser Vereinswirt Willy nach dem Spiel meistens die passende Medizin parat.

Nicht immer die Nr. 1 beim SVI – wie schwer kannst du damit umgehen, wenn du auf der Bank sitzt?
Wenn ich auf der Bank sitze, dann hat das auch seine Gründe. Ich bin Teamplayer und spiele nicht die beleidigte Leberwurst, obwohl ich natürlich lieber spielen würde.

Was war dein größter sportlicher Erfolg?
Bester Torwart beim F-Jugend-Turnier. Ansonsten vor Ewigkeiten Bezirksmeister mit der Kreisauswahl und der direkte Wiederaufstieg mit dem SVI in die Bezirksliga 2018.

Was kannst du beim Fußball nicht ertragen?
Diskussionen mit den Schiris, solche Experten sollten viel schneller verwarnt werden.

Welchen Spruch kannst du auf dem Platz nicht mehr hören?
Bruder, Digger, Junge.

Was geht dir in der Kabine richtig auf die Nerven?
„Ich muss nach dem Spiel direkt los, weil (beliebige Ausrede einfügen)!“

Und gibt es noch Kabinen-Partys?
Leider sind diese sehr selten geworden. Zu Beginn meiner Herrenzeit saß die halbe Mannschaft nach fast jedem Training noch zusammen und der harte Kern war des Öfteren nicht vor 12 unter der Dusche. Ich hoffe hier auf Besserung in der alten Herren.

Platzarbeiten – bist du am Start?
Ich habe gerade die fußballfreie Zeit genutzt, um in unserer Kabine neue Ablagen für Schuhe und Klamotten zu installieren. Es gehört in einem Verein dazu, dass jeder mal mit anpackt – deswegen bin ich auch hier am Start.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?
Neben Studium und zwei Nebenjobs sind Familie und Freunde das wichtigste für mich. Der Fußball darf natürlich auch nicht zu kurz kommen, ob auf dem Platz, daneben oder auch vor dem Fernseher. Ein- zweimal im Jahr sieht man mich wohl auch am Ballermann.

Wo liegt deine Stärken neben dem Platz?
Organisationstalent, schwer aus der Ruhe zu bringen, norddeutscher & trockener Humor.

Über was was kannst du herzhaft lachen?
Geniale Erinnerungen, Situationskomik, die Werner-Filme, Stefan Raab und noch vieles mehr.

Und über was richtig aufregen?
Ausreden und Lügen, anstatt die Wahrheit offen anzusprechen. Wenn ich den Jungs wegen der Mannschaftskasse hinterherlaufen muss.

Was ist dein Lieblingsspruch?
„Wenn er reingeht, tut es mehr weh“ – nachdem man denn Ball mit einer schmerzempfindlichen Stelle gehalten hat. Dabei nach Möglichkeit keine Miene verziehen.

Was wolltest du allen Vereinen schon immer mal sagen?
Denkt an eure Reservierung auf dem Oktoberfest in Lüneburg, falls es denn stattfinden darf.

Was musst du uns noch mitteilen, worauf die Fußballwelt gewartet hat?
Hätte Olli Kahn bei der WM 2006 im Tor gestanden, wären wir Weltmeister geworden.