Lüneburger SK: Unnötige Niederlage gegen Drochtersen

(Poersch). Wieder ein großer Kampf, leider ohne Happyend: Der personell gebeutelte Lüneburger SK Hansa hat das letzte Regionalliga-Spiel des Jahres gegen den SV Drochtersen/Assel 0:1 verloren.
LSK-Cheftrainer Qendrim Xhafolli und Teamchef Rainer Zobel mussten vor 354 Zuschauern im Neetzer Jahnstadion auf vier defensive Stammspieler verzichten: Mohamed El-Ahmar (erkrankt), Bastian Stech (Rückenblockade), Stefan Wolk (rote Karte) und Eliezer Correia Cà (5. gelbe Karte).
So musste die Mannschaft komplett umgekrempelt werden: in der Abwehr statt der gewohnten Dreierkette diesmal eine Viererkette. Die sonst offensiven Außen Marian Kunze und Fabian Istefo mussten diesmal Außenverteidiger spielen. Neben Lukas Pägelow stand Mittelfeldspieler Tomek Pauer in der Innenverteidigung. Regisseur Thorben Deters spielte defensiv auf der Sechser-Position neben dem jungen Startelf-Debütanten Alessandro Dente, die offensiven Außenbahnen besetzten Stürmer Jonas Seidel und Nachwuchsmann Alexander Gerlach. Vorne stürmte feierte Braima Baldé seine Startelf-Premiere neben Can Düzel.
Das ließ nichts Gutes erahnen gegen die starken Drochterser, bei denen Oliver Ioannou (Knie-Operation), Marco Schuhmann (Hüft-Operation) und Nico von der Reith (verletzt) fehlten. Doch der LSK knüpfte an die starke Defensivleistung vom 0:0 beim HSV II an. Die neu zusammengewürfelte Defensive stand felsenfest. Herausragend: Pägelow und Pauer, die so souverän auftraten, als würden sie schon jahrelang die Innenverteidigung bilden. Auch die jungen Dente und Gerlach hielten prima mit. Lediglich Deters fremdelte zunächst ein wenig auf der Sechs, leistete sich ungewohnte Fehlpässe, spielte aber wie immer mit unbändigem Einsatz und wurde dann auch von Minute zu Minute besser.
Kurzum: Der LSK ließ in der ersten Halbzeit nicht eine einzige nennenswerte Drochterser Chance zu. Im Gegenteil: In der 45. Minute zog der schnelle Jonas Seidel nach tollem Solo ab, doch sein Schuss pfiff knapp am SV-Tor vorbei.
Und es ging nach der Pause gut weiter: In der 47. Minute eine starke Kombination des LSK – Schuss Deters – gehalten.
Doch in der 55. Minute die kalte Dusche an diesem ungemütlichen Nachmittag in Neetze: Nach einem Freistoß des überragenden Drochterser Spielgestalters Marcel Andrijanic köpfte Torjäger Alexander Neumann unhaltbar ein – sein elfter Saisontreffer. Doch wie ärgerlich für den LSK, es war die erste Chance des Gastes.
Die Lüneburger übernahmen nun die Initiative: In der 65. Minute Schuss von Braima Baldé, gehalten. In der 74. die wohl größte Gelegenheit für den LSK: Der eingewechselte Ante Kutschke schoss nur ganz knapp am Pfosten vorbei. In der Schlussphase noch zwei gute Chancen durch Thorben Deters und den eingewechselten Malick Mboob. Doch es reichte nicht mehr zum verdienten Remis.