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Saisonrückblick SV EINTRACHT LÜNEBURG

Bezirksliga (Abstieg) + 7. Platz + 23 Punkte + 27:24 Tore

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Interview mit SVE-Trainer Philipp Zimmermann

Platz 7 Abstiegsrunde – wie fällt dein Fazit aus?

Aus sportlicher Sicht kann mein Fazit nicht positiv ausfallen. Wir haben unser Saisonziel verpasst und sind abgestiegen, das ist eine große Enttäuschung für uns alle. Abseits des Platzes gibt es jedoch vieles Positives. Es hat sich einiges getan bei der Eintracht, dass Team ist zusammengewachsen und wir haben viele Spieler, aus dem eigenen Nachwuchs, im Team integriert. 

 

Wie hart trifft euch der Abstieg?

Der Abstieg aus der Bezirksliga tut uns allen weh! Wir haben es sportlich nicht geschafft, die Liga zu halten, das ist die bittere Erkenntnis dieser Spielzeit. Aus meiner persönlichen Sicht, verdient ein Verein wie Eintracht Lüneburg, sich sportlich auf Augenhöhe mit den besten Lüneburger Fußballteams messen zu können. Davon sind wir noch weit entfernt, langfristig bleibt dies aber unser Ziel! 

 

Tordifferenz: Wie zufrieden bist du damit?

Ich glaube es ist verständlich, dass die Tordifferenz aktuell niemanden wirklich interessiert. 

Abschließend kann ich dazu sagen, dass ich mich für jeden meiner Spieler freue, der sich in die Torschützenliste eintragen konnte. Unterm Strich aber haben wir zu wenig Treffer erzielt und zu viele Tore kassiert. 

 

Was hat dir besonders an deinem Team imponiert?

Wir haben nie aufgegeben, die Spieler waren stets mit ganzem Herzen dabei und haben bis zuletzt Alles gegeben, auch als der Abstieg bereits feststand. 

 

Und wo siehst du die größte Baustelle?

Letztlich waren wir einfach zu wenig eingespielt. Das Team wurde zu Beginn der Saison (fast) komplett neu aufgestellt. Viele Spieler haben sich erst im Laufe der Saison kennengelernt, auf dem Platz und auch privat. Da kann man natürlich nicht eingespielt sein, das Zusammenspiel muss sich mit der Zeit entwickeln. Diesbezüglich haben wir uns im Laufe der Saison gut weiterentwickelt, am Ende hat die Zeit aber leider gegen uns gespielt. Wir hatten viele gute Auftritte, doch es hat leider nicht gereicht. 

 

Hat das Zusammenspiel zwischen Offensive und Defensive funktioniert?

Was soll ich dazu groß sagen? Wenn es perfekt funktioniert hätte, dann wären wir nicht abgestiegen. Es hat in Teilen schon ganz gut funktioniert, über den gesamten Zeitraum betrachtet aber eben nicht gut genug. 

 

Standards – wie gefährlich seid ihr gewesen?

Hier waren wir leider viel zu harmlos. 

 

Wie war die Trainingsbeteiligung insgesamt?

Wir hatten sicher mit den Problemen zu kämpfen, mit denen alle anderen Vereine auch zu kämpfen hatten. Von daher kann das keine Ausrede für unser Abschneiden sein. 

 

Wie sehr hat euch Corona im Saisonverlauf zugesetzt?

Hier verhält es sich analog zur letzten Frage. Ja, durch Corona sind uns einige Spieler über einen längeren Zeitraum weggebrochen, förderlich war dies natürlich nicht für uns. Aber auch andere Mannschaften mussten damit umgehen, von daher ist auch dies kein Grund, den wir jetzt vorschieben wollen.

 

Hatte die Rückrunde für einige Teams zu schnell einen Testspielcharakter?

Über den Modus der Liga, die beiden Staffeln, Auf- und Abstiegsrunde und auch die 5 Abstiegsplätze wurde bereits lang und viel diskutiert. Wir wussten um die Situation, wussten worauf wir uns einlassen, doch haben es am Ende leider nicht geschafft, unter den ersten 5 in der Abstiegsrunde zu stehen.

 

Wie siehst du das Niveau der Liga insgesamt?

Ich empfinde das Niveau der Liga und die Qualität der einzelnen Teams als sehr gut bzw. sehr hoch. 

 

Welches Spiel hat dir am meisten gefallen – und warum?

Das ist doch mal eine schöne Frage! Trotz der 0:4 Niederlage bleibt mir das Rückspiel gegen Neetze, auf der Hasenburg, in guter Erinnerung. Es war ein Abendspiel unter der Woche, welches auf dem B-Platz stattfand. Viele Zuschauer standen dicht gestaffelt um den Platz verteilt, so dass eine tolle Atmosphäre entstand. Auf dem Platz waren wir 60 Minuten lang ebenbürtig, hätten sogar (mehrfach) in Führung gehen können, was nicht unverdient gewesen wäre. Mit viel Kampf, Wille und Leidenschaft haben wir den großen Qualitätsunterschied wettgemacht und bei vielen Zuschauern für Staunen gesorgt. Dieses Spiel war ein tolles Erlebnis! 

 

Und welches Spiel hat richtig weh getan – und warum?

Da gab es leider auch einige. Zum Einen deutliche Niederlagen wie gegen Wendisch und Römstedt, die auch verdient waren. Zum Anderen aber auch viele enge Spiele, in denen wir gut gespielt haben und lange führten, um dann am Ende doch mit leeren Händen dazustehen wie gegen Neetze, Küsten, Bodenteich, 2x Lüchow - um nur einige zu nennen). 

 

Welche Teams haben dich in der Liga überrascht?

Ich habe es Neetze sehr gegönnt, dass sie aber in dieser Deutlichkeit die Liga dominiert haben, hat mich doch etwas überrascht. Das war wirklich sehr überzeugend. Auch Ilmenau, Wendisch und Vastorf haben mich positiv überrascht. 

 

Was ist dein größter Wunsch für die kommende Serie?

Mein Wunsch ist es, ein Team zu formen, welches weiter zusammenwächst, welches einen guten und attraktiven Fußball spielt und welches langfristig erfolgreich sein wird, dies beinhaltet kurzfristig den direkten Wiederaufstieg.

Abschließend möchte ich allen Danken, die treu an unserer Seite standen und uns stets unterstützt haben! Danke an alle, die bei Eintracht mitwirken! Danke an den Vorstand, danke an Torsten Hanstedt sowie mein Trainerteam Pierre Kahrs und Gerrit Rodatz! Danke auch an Bobby, Berni und unseren Stadionsprecher Nils und natürlich danke an alle meine Spieler, die viel geopfert und gegeben haben, auch wenn es letztlich leider nicht gereicht hat. Zu guter Letzt möchte ich noch meiner Frau Kira und meinem kleinen Sohnemann Luis danken, dass ihr mich immer unterstützt, ich liebe Euch!