Interview mit TuS-Trainer Philipp Grabowski


Interview mit TuS-Trainer Philipp Grabowski
Mit etwas Abstand – wie sehr wurmt die Niederlage noch?  
Eine schlaflose Nacht für André Schulz und mich hat es auf jeden Fall gekostet. Ein Lernprozess, wir haben uns viele Chancen in den ersten Minuten erspielt. Dann sind wir irgendwann in alte Muster verfallen gegen solche Gegner und spielen unnötig, machen Fouls ohne Sinn und Verstand, anstatt die Situation clever zu lösen. Lemgow machten wir so stark und bekamen die Quittung nach 2 Ecken. Die besten Phasen haben wir immer gehabt, wenn wir mit wenigen Kontakten und Stationen kombiniert hatten.

Schneid abkaufen lassen – fehlen da so ein wenig die „Drecksäcke“ im Team?
Nein, benötigen wir gar nicht! Wir sind leider im Laufe der ersten Halbzeit von unserer Linie abgewichen und haben uns dem Gegner angepasst. Lemgow ist zweikampfstark, gefährlich bei Standards und eiskalt vorm Tor. Es wird alles aufgeearbeitet und analysiert von uns.

Fehlt einigen Spielern noch die nötige Härte für den Herrenbereich?
Nein, definitiv nicht. Wir halten an unserer Spielidee fest. Andere Mannschaften spielen lange, weite Bälle heraus und gehen über die Zweikämpfe oder individuelle Kopfballstärke einiger Spieler.

Passt das Defensivverhalten wie gewünscht?
Denke schon. Natürlich gibt es hier aber auch Verbesserungspotential.

Bisher die einzige Niederlage – Jammern auf höchstem Niveau?
Die vermeidbare Niederlage tut schon weh. Das Team wird aber mit Sicherheit daraus einiges mitgenommen haben und sich gut erholt präsentieren.

Wie schwer ist es den Mittelweg zwischen Kampf und Fußball spielen zu finden?
In der Liga gibt es meiner Ansicht nach, Vereine die ein reines Kampfspiel bevorzugen - wir gehören da nicht zu. Na klar ist auch viel Körperlichkeit gefragt, auch da sind wir aber auf einen guten Weg.