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Interview mit STV-Trainer Raphael Lubczyk
Wann seid ihr in die Vorbereitung gestartet?
Wir sind am 03.07. in eine knackige fünfwöchige Vorbereitung mit insgesamt vier Testspielen und dem Pokalkracher gegen den TuS Barskamp gestartet. Wir wollten den Spielern nach einer
anstrengenden Saison einfach mal vier Wochen Pause vom Fußball geben, um den Kopf komplett frei zu bekommen.
Welche sportlichen Ziele habt ihr euch für die neue Saison gesetzt?
Nach dem nun eingeleiteten Umbruch im Kader kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein. Wir hoffen aber dennoch, manch „Großen“ zu ärgern und dadurch für die eine oder andere positive Überraschung
zu sorgen.
Wie schätzt du die Stärke der Liga ein?
Schon sehr stark. Die meisten Teams sind besonders offensiv extrem gut aufgestellt und entsprechend ausgerichtet.
Welche Mannschaften zählen für dich zu den Favoriten?
Ich glaube, dass es in den letzten Jahren noch nie so viele Topteams gegeben hat wie in dieser Saison. Es wird sich eine sehr große Gruppe um die Punkte streiten, was die Liga sicher lange
spannend halten wird. Neetze II und Erbstorf II sind jahrelang eingespielt und werden genauso vorne mitspielen wie der OSV II und Eintracht II. Sehr gespannt bin ich auf den Thomasburger SV, der
ja einige Königstransfers eintüten konnte und eher im Aufstiegs- als im Abstiegskampf landen wird. Aufhorchen lassen wird auch die junge Truppe vom TSV Bienenbüttel II, die eine tolle Spielanlage
hat.
Was sind die größten Stärken deines Teams?
Das größte Plus ist sicherlich, dass die Mannschaft mit Rückschlägen und ungünstigen Umständen umgehen kann. Sie wirft so leicht nichts aus der Bahn. Dazu können wir auch zwischendurch immer
wieder mal aufblitzen lassen, welches fußballerische Talent im Kader steckt. Nun gilt es, hier ein konstantes Niveau zu finden.
In welchen Bereichen siehst du noch Verbesserungspotenzial?
Der Kader ist noch recht klein. Wenn wir nicht dauerhaft auf die Alte Herren zurückgreifen wollen, sollten wir noch den einen oder anderen Spieler dazuholen. Hier vielleicht ein Aufruf an alle,
die noch einen neuen Verein suchen oder wieder einsteigen wollen. Ein besseres, familiäres Umfeld als bei der STV Artlenburg gibt es kaum. Meldet euch daher gerne über die üblichen Kanäle
(Instagram, Webseite etc.).
Wie schwer wird es, die Leistung der Vorsaison zu toppen?
Dies muss ich differenziert bewerten. Natürlich wollen wir mehr Punkte holen als in der abgelaufenen Saison, aber die Leistung war in vielen Spielen sehr ansprechend. Oft war der Gegner einfach
besser und wir selbst in vielen Spielen unterbesetzt. Kämpferisch kann man der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen! Sollten wir diese Grundeinstellung beibehalten und den Kader noch etwas
vergrößern können, bin ich davon überzeugt, dass sich das auch positiv auf das Punktekonto auswirken wird.
Welche Art von Fußball wollt ihr spielen?
Zunächst einmal wollen wir uns auf dem Platz als Team finden und den eingeleiteten Umbruch vorantreiben. Wir wollen eine Atmosphäre auf dem Platz schaffen, die uns als Team stärkt. Spaß am Spiel,
ohne Angst, mal einen Fehler zu machen. Meine Idee, wie ich Fußball spielen lassen möchte, wird nach und nach über die Trainingseinheiten einfließen.
Wer hat den Verein verlassen?
Marcel Prehn wechselt zum TuS Neetze und möchte sich dort höherklassig beweisen. Wir drücken ihm dabei alle die Daumen. Zudem wechselt ein Großteil der Ü32-Spieler in die neu gegründete Alte
Herren. Sie werden aber weiterhin bei Bedarf zur Verfügung stehen.
Welche Neuzugänge gibt es?
Joseph Khyder, John-Philipp Dittrich, Fabian Heida, Leif-Martin Kehm, Michele Homburg, Steven Fuchs, Melvin Driesner-Matsche, Vasileios Kotsias und Kevin Prahl (alle Eintracht Elbmarsch IV)
verstärken den bisherigen Kader. Bei weiteren potenziellen Neuzugängen sind wir noch in Gesprächen. Hier wird es wie immer erst Infos geben, sobald der Pass vorliegt.
Was hat sich auf der Trainerbank verändert?
Ich werde den Posten als Trainer von Toni Sarmiento übernehmen. Marcus Cramer und Peter Wöhlcke bleiben mir als Co-Trainer bzw. Betreuer erhalten. Neu dazu kommt Kevin Prahl, der uns als
zusätzlicher Betreuer bei der Spielvorbereitung unterstützen wird.
Was hat sich im Staff verändert?
Toni Sarmiento zieht sich nach 20 Jahren an der Seitenlinie zurück und wird nun seinen gesamten Fokus auf seine Arbeit als Fußballobmann legen. Toll, dass es noch immer Menschen gibt, die
Vereinsarbeit so leben und trotz aller Widrigkeiten noch immer Spaß am Ehrenamt haben.
Vervollständige bitte diesen Satz: Am Ende der Saison 2026/27 sind wir zufrieden, wenn …
… wir die gleiche positive Stimmung im Kader haben wie sie aktuell vorherrscht, sich niemand schwerer verletzt hat und wir unsere sportlichen Ziele erreicht haben.
Was gibt es sonst noch zu sagen?
Wir wünschen allen Teams, Schiedsrichtern und Verantwortlichen eine gute und verletzungsfreie Vorbereitung! An alle Artlenburger Fans: Vielen Dank, dass ihr meine Elbmarscher Jungs und mich so
herzlich aufgenommen habt. Auf eine tolle gemeinsame Saison!