Anzeige


 

Zum Saisonende hin häufen sich wieder die Diskussionen über Mannschaften, die nicht mehr antreten und Spiele kampflos abschenken. Natürlich kann es immer Gründe geben, warum ein Team einmal keine Mannschaft zusammenbekommt. Doch aktuell fällt schon auf, wie viele Partien ausfallen – und das wirft Fragen auf.

Ist es unsportlich? Oder einfach ein Zeichen der Zeit?
Kann man es vielleicht sogar verstehen, wenn eine Mannschaft 150 Kilometer fahren müsste und sportlich längst um nichts mehr geht? Wenn Motivation und Einsatzbereitschaft sinken, sobald Auf- oder Abstieg kein Thema mehr sind? Oder lassen sich manche Spieler schlicht gehen, weil sie keine Lust mehr auf weitere Niederlagen haben oder lieber etwas anderes machen?

Die Auswirkungen betreffen jedenfalls weit mehr als nur die beiden beteiligten Teams. Denn wer ist am Ende der wahre Verlierer? Die Mannschaften, die im Auf- oder Abstiegskampf darauf gehofft haben, dass Verein X regulär antritt und vielleicht Punkte holt? Der Gastwirt, dem an einem Spieltag Einnahmen verloren gehen? Der Schiedsrichter, der keine Spesen bekommt? Oder am Ende unser gesamter Sport, der eigentlich von Fairness lebt – und zwar bis zum letzten Spieltag?

Gerade in den unteren Ligen lebt der Sport von Verlässlichkeit, Leidenschaft und Respekt gegenüber Gegnern, Zuschauern und allen Ehrenamtlichen. Deshalb hinterlassen kampflose Spiele immer einen faden Beigeschmack, selbst wenn die Gründe im Einzelfall nachvollziehbar sind.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Was könnte helfen? Braucht es höhere Strafen für Nichtantritte? Oder vielmehr einen Appell an den eigenen Stolz und die sportliche Verantwortung, eine Saison sauber zu Ende zu spielen – auch dann, wenn es tabellarisch um nichts mehr geht und die Ergebnisse nicht wie erhofft ausfallen?

Fakt ist: So gehäuft wie in dieser Saison sind in 21 Jahren luenesport.de noch nie Spiele kampflos ausgefallen - hoffentlich verändert sich diese Entwicklung wieder!