Lüneburger SV – SV Scharnebeck 0:3 (0:1)


Die SV Scharnebeck ging als klarer Favorit in dieses Kreispokal-Halbfinale, wurde dieser Rolle auch in den ersten 10 Minuten gerecht. Die SVS ließ den Ball laufen, die LSV wartete ab, lief aber erst einmal nur hinterher. Nach einem schönen Pass von Fricke in die Gasse, schlenzte Peters die Kugel von der halblinken Seite in die lange Ecke – 0:1 (7.). Doch danach wachten die Gastgeber auf, zeigten viel Einsatz, gewannen viele Zweikämpfe und hatten gute Aktionen – nur zu einem richtigen Abschluss kam man nicht. Scharnebeck verlor bis zur Pause den Faden, zeigte ungewohnte technische Schwächen, hatte aber trotzdem noch zwei 100-prozentige Chancen.
Nach der Pause erwischten die Gäste wieder den besseren Start. In der 47. Minute konnte der LSV-Schlussmann einen Schuss schön zur Ecke klären. Die zog Fricke vor das Tor, der Torwart ließ den Ball in der Luft fallen, dieser fiel auf V. Lorenzen, von dem die Kugel in die Maschen ging – 0:2. Es dauerte aber wieder nur 10 Minuten, dann lieferte die LSV der SVS einen offenen Kampf, hatte sogar mehr vom Spiel und die eine oder andere Chance – wäre das 1:2 gefallen, dann wäre es wohl richtig spannend geworden. Erst ab der 75. Minute konnte sich Scharnebeck wieder mehr befreien, hatte etwas klarere Aktionen, kam durch Fricke sogar noch zum 0:3 (90.)
Fazit: Die LSV schlug sich mehr als achtbar, zeigte viel Moral und verlor zu hoch, hätte sich sicherlich einen Treffer verdient gehabt. Scharnebeck stand nicht immer sicher, nach vorne gab es zu wenige klare Aktionen, dafür nutzte man seine Chancen besser, zog nicht unverdient in das Finale ein. Dort trifft die Mannschaft auf den TuS Ebstorf und muss sich sicherlich steigern, um den Pokal zu gewinnen.


LSV-Trainer Alexander Gauk: „Glückwunsch an Scharnebeck, sie haben sich diesen Sieg verdient, waren spielerisch die bessere Mannschaft und haben uns in der 1. Halbzeit richtig gut beschäftigt, da waren wir noch etwas zu ängstlich und passiv. Nach dem 0:1 wurde es nicht einfacher, die Nervosität stieg – und gleich nach der Pause haben wir das 0:2 bekommen…Meine Jungs haben aber nicht aufgegeben, sich in das Spiel gekämpft und Scharnebeck in der Defensive gefordert. Wenn zwischen der 60. und 70. Minute das 1:2 fällt, dann wäre für uns vielleicht noch mehr drin gewesen. Für uns war es trotzdem ein schönes Spiel, ein Pokalfight – ich bin stolz darauf, wie sich unser Team präsentiert hat. Nach der langen Pause war es schön, dass wir so ein Spiel bei uns austragen konnten.“


Das Finale gegen den TuS Ebstorf steigt am kommenden Sonntag, 16:30, auf dem Sportplatz in Eddelsdorf.